Mit Friedrich Torberg beschäftigte sich David Axmann ein Leben lang. - © Redaktion, Buchcover
Mit Friedrich Torberg beschäftigte sich David Axmann ein Leben lang. - © Redaktion, Buchcover

Wien. Er war ein "homme de lettres", also ein Mann des gedruckten Wortes. Er war Leser und Lektor, Herausgeber mehrerer Anthologien, Nachlassverwalter und Biograph Friedrich Torbergs. Nicht zuletzt war er ein sprachspielerischer Glossist und ein meinungsstarker Literaturkritiker. Vor wenigen Tagen ist David Axmann an den Folgen eines Herzinfarkts gestorben.

Axmann wurde 1947 in Wien geboren. Er hat Germanistik, Geschichte und Philosophie studiert, und war von 1976 an als Theaterkritiker beim "Kurier" tätig. Bekannt wurde er in den 1980er Jahren als Leiter des "Wiener Journals", jener kulturell-politischen Zeitschrift, die der Schriftsteller und Politiker Jörg Mauthe 1980 gegründet hatte. Zu dieser Zeitschrift gehörte der Verlag "Edition Atelier", dessen Programm Axmann entscheidend mitgeprägt hat.

2002 gingen Edition und Journal in den Besitz der "Wiener Zeitung" über, und Axmann wurde Mitarbeiter der Beilage extra, was er bis 2009 blieb. Er lektorierte mit genauester Sorgfalt die Artikel und schrieb selbst eine Fülle von Rezensionen und Berichten. Auch im Ruhestand blieb er der Wochenendbeilage als Autor treu.

Eine ausführliche Würdigung des Verstorbenen bringt das extra am Samstag, dem 4. April.