Captain Kirk und Mr. Spock unterhalten sich kurz zivilisiert mit dem Attentäter. - © Pro7
Captain Kirk und Mr. Spock unterhalten sich kurz zivilisiert mit dem Attentäter. - © Pro7

Mit einer Oscar-Nominierung für die besten visuellen Effekte, dem vielleicht besten Bösewicht aller Zeiten in Gestalt von Benedict Cumberbatch und weltweiten Einnahmen von über 467 Millionen US-Dollar gilt "Star Trek: Into Darkness" als die weltweit erfolgreichste Verfilmung, die auf der Science-Fiction-Serie basiert.

Mittlerweile umfasst das langlebige Franchise aus dem Hause Paramount Pictures mehrere Fernsehserien, über 1000 Comicbücher, hunderte Romane und Kurzgeschichten sowie zwölf Kinofilme. Seinen vorläufigen Höhepunkt erreichte das Star-Trek-Universum in den 1990er Jahren, als mit der neuen Serie "Star Trek: The Next Generation" Erfolge gefeiert wurden, sich eigene Star Trek Conventions formten und tausende Fanclubs in der ganzen Welt die Geschichten der "Enterprise" bejubelten. Bekannt als "Trekkies", sind die Fans der Serie sogar im renommierten Oxford English Dictionary vertreten, was noch keiner anderen Fangruppe gelungen ist. Im Jahr 1993 schätzte man die Einnahmen, die Paramount durch das Franchise lukrierte, auf eine Milliarde US-Dollar. Die Maschinerie läuft. Und wenn sie ein wenig ins Stocken gerät, wird nachjustiert.

In den letzten Jahren geschah das in Form von Kinofilmen. Sie läuteten auch eine neue Ära ein, waren moderner, reich an Action und reizten die Mittel der Computertechnologien völlig aus.

"Star Trek: Into Darkness" von 2013 ist der bislang letzte Kinofilm, der am Wochenende seine deutschsprachige Free-TV-Premiere feiert. Und weil im Fernsehen das Oster-Wochenende traditionell mit einem besonderen Programm bedacht wird, zelebriert der deutsche Privatsender Pro7 die Premiere gleich mit einem ganzen Abend im Zeichen der "Enterprise".

Gestartet wird mit "Star Trek" (So., 18.00 Uhr, Pro7) dem elften Kinofilm der Reihe aus dem Jahr 2009, in dem Regisseur J. J. Abrams erstmals seine Interpretation der populären Serie auf der Kinoleinwand umsetzte. Dabei leitete er bewusst einen Generationswechsel ein, besetzte die altbekannten und lieb gewonnenen Figuren mit neuen, jungen Schauspielern und beleuchtet vor allem die Vorgeschichte von Kirk (Chris Pine) und Spock (Zachary Quinto).

Der Film beschreibt die Anfänge der "Enterprise" und wie James Tiberius Kirk zu Captain Kirk wurde. Er wird im Film als Draufgänger beschrieben, der Konflikte lieber mit der Faust als mit Worten löst. Als dem Halb-Vulkanier Spock auffällt, dass Kirk bei einer Prüfung geschummelt hat, werden die beiden zu Rivalen und können ihre Konflikte erst beiseitelegen, als sie Captain Pike bei einer halsbrecherischen Rettungsaktion aus den Fängen des Romulaners Nero (Eric Bana) befreien müssen.

Danach folgt die Premiere von "Star Trek: Into Darkness" (So., 20.15 Uhr, Pro7/ORFeins). Der zweite Film der "neuen Generation" beginnt mit einem Anschlag auf ein geheimes Waffenlabor in London. Rasch wird der Oberste Rat der Sternenflotte einberufen. Wegen einer Disziplinarstrafe befinden sich auch Kirk und Spock im Gebäude, als dieses überfallen und beinahe die gesamte Admiralität ausgelöscht wird. Der Attentäter ist der abtrünnige Sternenflotten-Agent John Harrison (Benedict Cumberbatch). Er ist auf den Heimatplaneten der feindlichen Klingonen geflüchtet, und Kirk soll mit seinem Team nun den riskanten Versuch wagen, den Terroristen dort gefangen zu nehmen.

Gleich im Anschluss folgt "Star Trek: Nemesis" (So., 22.55 Uhr, Pro7) aus dem Jahr 2002. Im letzten der insgesamt vier Kinofilme, die auf der Serie "Star Trek: The Next Generation" basieren, muss Patrick Stewart als Captain Jean-Luc Picard gegen einen größenwahnsinnigen Klon kämpfen, der sich für sein Schicksal als abgeschobener Spion rächen will.

Der Abend endet im Nachtprogramm mit "Star Trek: Der Aufstand" (Mo., 1.05 Uhr, Pro7), in dem Captain Picard auf der Suche nach dem Geheimnis des ewigen Lebens ist.

Ewig wird es vermutlich auch das Star-Trek-Universum geben. Passend zum 50-Jahr-Jubiläum gibt es nächstes Jahr einen weiteren Kinofilm. Aktuellen Gerüchten zufolge plant der US-Sender CBS sogar eine neue TV-Serie. Es wäre die insgesamt siebente.