"To browse" bedeutet so viel wie stöbern oder sich umsehen. Ein zutreffender Name, denn Browser sind genau dafür da. Mit den Programmen lassen sich Seiten im World Wide Web darstellen. Sie dienen sozusagen als Fenster zum Internet. Zwar herrscht Browser-Wahlfreiheit, aber die großen Vier - Microsofts Internet Explorer, Googles Chrome, Apples Safari und Mozillas Firefox - teilen sich den Markt weitgehend untereinander auf.

Wobei nicht klar ist, wie genau. Die Statistiken widersprechen sich zum Teil. Bei dem einen Analysten liegt Chrome global vorne, beim anderen der Explorer. Auch pro Land wird gemessen. Für Österreich veröffentlichte Statcounter zuletzt (April 2014 bis April 2015) folgende Anteile: Chrome 33,54 Prozent; Firefox 32,53; Explorer 23,18; Safari 7,48. An 5. Stelle rangiert Opera mit 2,32 Prozent.

So weit die Marktanteile. Aber wie sieht es mit der Geschwindigkeit aus? Schnell muss der Browser sein, schließlich nervt das Surfen auf Seiten, die sich nur langsam aufbauen. Es gibt verschiedene Geschwindigkeitstests, welche vor allem die Java-Script-Leistung des Browsers überprüfen. Diese Programmiersprache ist auf vielen Seiten eingebunden und bestimmt neben anderen Faktoren die Geschwindigkeit.

Laut Peacekeeper scheint Firefox am besten mit Java klarzukommen. Der Browser bekommt bei diesem Test die meisten Punkte. Der Internet Explorer ist mit Abstand der langsamste. Jedoch kommen andere Tester zu anderen Ergebnissen. Bei JS Bench steht Safari an der Spitze, dicht gefolgt von Chrome. Deutlich abgeschlagen ist Firefox. Der Sunspider-Test bringt auch keine klareren Verhältnisse. Hier gewinnt der sonst auf den letzten Platz abonnierte Explorer.

Welcher Browser ist also am schnellsten? Markus Limacher von InfoGuard, einem Unternehmen für Informationssicherheit, schätzt die Tests so ein: "Die Ergebnisse sind eine Momentaufnahme. Somit sind solche Tests nur bedingt aussagekräftig. Unseres Erachtens sind die aktuellen Versionen der bekannten Browser über alle Einsatzgebiete hinweg ungefähr gleich schnell."

Viren rein - Daten raus

Der Browser ist leider auch ein Einfallstor für Viren. Sogar ein ziemlich großes, sofern der Browser nicht ausreichend geschützt ist. Darum nehmen die Anbieter mehr oder weniger regelmäßig Aktualisierungen vor. Bei den Neuversionen sind bestenfalls alle bekannten Sicherheitslücken gestopft. Der Nutzer sollte das Update sofort auf den Rechner laden, denn ältere Versionen bieten weniger Schutz gegen Virenangriffe. Beim Update kann jedoch auch mal was schiefgehen. Firefox hatte bei Version 37 anfangs eine sogenannte opportunistische Verschlüsselung eingebaut, welche das Surfen sicherer machen soll. Doch die Verschlüsselung musste wegen eines Programmierfehlers wieder entfernt werden. Mozilla veröffentlichte flugs Version 37.1, diesmal ohne opportunistische Verschlüsselung.