• vom 17.09.2015, 16:28 Uhr

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Update: 22.09.2015, 12:05 Uhr

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Von Andreas Lorenz-Meyer

  • Butlerdienste sollen das Leben einfacher machen - digitale und menschliche Dienste im Vergleich.

Wem der echte Butler zu teuer ist, greift zur App.

Wem der echte Butler zu teuer ist, greift zur App.© C. Lyttle/Corbis Wem der echte Butler zu teuer ist, greift zur App.© C. Lyttle/Corbis

Wien. Mittlerweile kann man mit seinem Smartphone auch reden. Ihm sagen, was es machen soll, statt den Befehl einzutippen. Spracherkennungssoftware wie Microsofts Cortana, Apples Siri oder Google Now macht es möglich. Die digitalen Assistenten, wie sie genannt werden, liefern zu Fragen passende Antworten oder führen Kommandos aus. Etwa: Stell den Wecker auf sieben Uhr! Oder: Ruf meine Schwester an! Jedoch beschränken sich die Fähigkeiten von Siri und Co. noch auf einfachere Vorgänge. Zu kompliziert darf die Aufgabe nicht sein.

Mit Facebook startet jetzt der nächste Internet-Riese seinen eigenen digitalen Assistenten. Erst einmal dürfen ihn aber nur einige Personen in den USA ausprobieren. M nennt sich der Dienst kurz und knapp, wie James Bonds Chefin. Aufrufbar ist er über den Messenger, Facebooks Kurznachrichtendienst, der mehrere hundert Millionen Nutzer hat. Im Gegensatz zu Cortana oder Siri werden Befehle bei M schriftlich eingegeben, eine Spracherkennung kommt aber vermutlich bald dazu. Zweiter Unterschied: Das System verlässt sich nicht allein auf künstliche Intelligenz. Speziell für M zuständige Mitarbeiter prüfen, was die Software ausspuckt, bevor die Antwort an die Nutzer geht. Ist alles in Ordnung, wird sie unverändert weitergeleitet. Hat die Maschine jedoch Probleme, helfen die sogenannten M-Trainer aus. Sie verfassen die Antwort. Von ihnen lernt M auch, immer brauchbarere Ergebnisse zu liefern. So plant es Facebook. Nutzer wissen jedoch nicht, wer auf eine Anfrage reagiert hat - Mensch oder Maschine.


Was ist dem neuen Dienst zuzutrauen? Facebook-Experte Thomas Hutter: "M ist mit Sicherheit eine ganz starke Konkurrenz für die bestehenden Produkte. Zum einen setzt Facebook auf künstliche Intelligenz. Wenn M funktioniert, ist es äußerst skalierbar, das heißt, Facebook kann die Reichweite beliebig vergrößern. Zum anderen funktioniert M plattformübergreifend. Auf iOS, Android und Web. Siri läuft nur auf Apple-Geräten."

M steckt zwar noch in der Testphase. Aber Facebook kündigte schon an, dass der Dienst auch komplette Aufgaben erledigen kann. Nicht sofort, aber mit der Zeit. Das bedeutet, M erinnert den Nutzer nicht nur an einen Geburtstag oder gibt das Wochenendwetter durch. Es wird auch in der Lage sein, Reisen vorzubereiten und Tische im Restaurant zu reservieren. Mit dem digitalen Assistenten will Facebook also einen Schritt weitergehen als Microsoft oder Apple. Hutter beschreibt es so: "M soll sich vom reinen Informationsrückgeber zum digitalen Butler entwickeln."

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Medien, Digital

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Dokument erstellt am 2015-09-17 16:32:06
Letzte Änderung am 2015-09-22 12:05:07


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