• vom 07.09.2016, 11:20 Uhr

Medien

Update: 07.09.2016, 11:31 Uhr

Presseförderung

Journalisten-Gewerkschaft fordert Neugestaltung und 35 Millionen Euro




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Von WZ Online, APA

  • Die Förderung soll etwa von der Zahl der freien Mitarbeiter und Korrespondenten abhängig sein. Enquete am 19. September.

Wien. Die Journalistengewerkschaft in der GPA fordert eine völlige Neugestaltung der Presseförderung in Österreich. "Von einer nicht punktgenauen Presseförderung ist auf eine zielgenaue und mit konkreten Anforderungen verbundene Journalismus-Förderung umzustellen", heißt es in einem Forderungspapier, das am Mittwoch an Medienminister Thomas Drozda (SPÖ) übergeben wurde.

In einer Zeit, da viele Medien unter Druck geraten sind, sei die Förderung sukzessive gekürzt worden. Das gefährde letztlich demokratische Standards, heißt es in dem Papier. Die Journalistengewerkschaft fordert deshalb eine völlige Neuaufstellung der Förderung, die den Erfordernissen der Zeit entspricht. Das Fördervolumen soll mit einer jährlichen Valorisierung auf 35 Millionen Euro festgesetzt werden. Auch der Verband Österreichischer Zeitungen forderte bereits ein Erhöhung auf 35 Millionen.

Förderung von sozial- und arbeitsrechtlichen Standards abhängig machen

Die Förderung selbst soll laut Journalistengewerkschaft auf das Einhalten eines journalistischen Ehrenkodex sowie von sozialpolitischen und arbeitsrechtlichen Standards abzielen. Wesentliche Förderkriterien sollten demnach die Zahl der Journalisten, die Zahl der Korrespondenten, das Ausmaß der Beschäftigung freier Journalisten bei Einhaltung von Mindesthonoraren, die Intensität der Aus- und Weiterbildung sowie Abschläge bei der Verletzung von Gesetzen - insbesondere Medienrecht - und des Ehrenkodex sein.

Die Presseförderung geriet zuletzt wegen der Einstellung des "WirtschaftsBlatt" wieder in Diskussion. Medienminister Drozda lädt für 19. September zu einer Enquete zum Thema "Medienförderung NEU". Mit Medienexpertinnen und -experten sollen dabei Vorschläge und internationale Beispiele besprochen werden. Drozda und ÖVP-Regierungskoordinator Harald Mahrer hatten zuletzt in verschiedenen Interviews eine Reform sowie eine mögliche Erhöhung der Presseförderung in Aussicht gestellt.

Die Presseförderung beträgt derzeit 8,88 Mio. Euro. Während die Mittel in den vergangenen Jahren reduziert wurden, gaben Regierung und öffentliche Stellen pro Jahr über 200 Millionen für Werbung und Inserate aus.





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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2016-09-07 11:23:55
Letzte Änderung am 2016-09-07 11:31:55


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