Wien. (bau) Ihr Sachbuch über den Hass im Netz war ein Bestseller, ein weiteres Buch ist in Arbeit. Nun will sich Digital-Journalistin Ingrid Brodnig ganz der hauptberuflichen Autorenschaft und ihrer Vortragstätigkeit zur Debattenkultur im Netz widmen. Daher wird sie die Redaktion des Nachrichtenmagazins "profil" mit Februar verlassen, wie die "Wiener Zeitung" erfuhr. Brodnig kam vor zwei Jahren vom "Falter" zum "profil" und kümmerte sich dort vor allen um Medien- und Digitalthemen. Brodnig bestätigt auf Anfrage: "Es war an der Zeit, mich als Publizistin und digitale Expertin selbständig zu machen. Herausgeber Christian Rainer hat den Schritt verstanden und ich freue mich, dem ,profil‘ als Kolumnistin verbunden zu bleiben."

In der Verlagsgruppe News, zu der der Verlag des "profil" gehört, gab es zuletzt ein rigides Sparprogramm, was zu einer Vielzahl an prominenten Abgängen geführt hatte. Die Redaktion des "profil" gehört jedoch historisch zum "Kurier"-Imperium - die kürzlich an Verleger Horst Pirker verkaufte Verlagsgruppe News hat dort nominal kein Durchgriffsrecht.