• vom 23.02.2017, 20:30 Uhr

Medien

Update: 27.02.2017, 15:00 Uhr

Virtual Reality

Virtuelle Unterhaltung




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Von Liisa Mikkola

  • Noch steckt Virtual Reality in den Kinderschuhen, doch das Angebot wächst stetig - auch in Wien.

Eine andere Welt vor Augen: Einmal Gas geben und quer durchs Zimmer driften. - © Fotolia/ArtFamily

Eine andere Welt vor Augen: Einmal Gas geben und quer durchs Zimmer driften. © Fotolia/ArtFamily

Wien. Stellen Sie sich vor, Sie könnten innerhalb weniger Sekunden den Eiffelturm in Paris besuchen, Bungee-Jumping in New York genießen und Gaius Julius Caesar im alten Rom treffen. Klingt aufregend, oder? All das macht die technologische Innovation Virtual Reality möglich. Dafür sind lediglich zwei Dinge notwendig: Eine entsprechende Brille und ein Smartphone, das vor das Gesicht geschnallt wird. Das Besondere an der Technik ist, dass der Nutzer das Gefühl hat, direkt vor Ort zu sein, und sich dort in alle Richtungen umschauen kann.

Noch steckt Virtual Reality in den Kinderschuhen, doch das Angebot wächst täglich. Neben der teuren Oculus-Rift, die um einen Betrag zwischen 600 und 1000 Euro zu erwerben ist, sind deutlich billigere Alternativen auf dem Markt erhältlich, wie beispielsweise die Google Cardboard-Brille aus Pappe zum Selberbasteln sowie viele andere VR-Brillen unterschiedlichster Qualität. Der Preis liegt zwischen zwei bis dreitausend Euro. Je teurer das Gerät, je intensiver das Abenteuer.


Um ein optimales VR-Erlebnis zu erfahren, ist ein Headset empfehlenswert. Zahlreiche unterschiedliche VR-Apps sind bereits verfügbar - von Konzerten, VR-Banking über Reise-Apps bis hin zu Horror-Trips ist alles dabei. Auch die "Wiener Zeitung" hat bereits eine VR-Doku, "360° eXodus", produziert.

Oscar-Nominierung
Die virtuelle Realität ist nicht nur für die Gamingindustrie von Interesse, sondern auch für die Filmbranche. Zurzeit arbeiten zahlreiche namhafte Regisseure, wie zum Beispiel Oscar-Preisträger Alejandro Gonzalez Iñárritu ("Birdman"), Eric Darnell ("Madagascar") und Ridley Scott ("Gladiator"), an VR-Projekten. Zum ersten Mal in der Filmgeschichte ist ein VR-Format in der Kategorie bester animierter Kurzfilm für den Oscar nominiert. "Pearl", unter der Regie von Patrick Osborne, handelt von einer jungen Frau namens Pearl, die sich an ihren Vater, der als Musiker arbeitet, erinnert. Über mehrere Jahre hinweg kutschiert sie ihr Vater mit seinem Wagen, bis sie schließlich selbst Auto fahren kann.

Der Film, ein Mix aus Musikvideo und Roadmovie, ist ohne VR relativ unspektakulär. Da es noch keine VR-Film-Kategorie bei den Academys gibt, ist die 2D-Fassung nominiert. "Ich halte das für sinnlos, denn VR ist eine räumliche Erfahrung. Entweder ist der Film als VR-Fassung oder als 2D-Version gut, aber beides ist nicht möglich", stellt VR-Experte Florian Sam, der Gründer des vrei-cafés in Wien, fest.

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2017-02-23 17:03:10
Letzte Änderung am 2017-02-27 15:00:06


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