• vom 08.06.2017, 15:51 Uhr

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Bringt AKM Digitalradio mit Kosten zu Fall?




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Von Bernhard Baumgartner

  • "Absurd hohe" Lizenzgebühren der Musikverwerter.

Wien. Der Start von Digitalradio in Österreich steht vor neuen, unerwarteten Problemen. Ausgerechnet wenige Tage vor dem Einreichtermin zukünftiger Betreiber bei der Medienbehörde am kommenden Montag legte die Musikverwertungsgesellschaft AKM ihre Kalkulationen der Lizenzrechte für die Musik vor. Und diese fallen exorbitant aus: Alleine für die Region Wien kosten die Musikrechte nach Angabe von Betreibern rund 189.000 Euro pro Jahr. Wer bundesweit "on air" gehen will, steht vor jährlichen Kosten von etwa 458.000 Euro.

Für die künftigen Radiobetreiber sind diese Kosten völlig überraschend und "absurd hoch" wie Radio-Technikum-Chef Gernot Fischer erklärt, zumal für den laufenden Testbetrieb in Wien lediglich wenige tausend Euro verrechnet wurden. Grund ist, dass die AKM denselben Schlüssel heranzieht, egal ob jemand UKW sendet oder digital mit DAB+. Das ist jedoch unrealistisch, gibt es doch in jedem Haushalt mehrere UKW-Radios, jedoch nur vereinzelt DAB-Geräte. Da die AKM aber die (theoretische) technische Reichweite heranzieht, macht es keinen Unterschied, ob man ein Nischenprogramm ist oder etwa Ö3, klagen die Betreiber: "Das ist der Killer. Wenn das so kommt, bringt das jedes System zu Fall", sagt Fischer, der das Projekt Digitalradio an sich "bedroht" sieht.


Seitens der AKM verweist man auf Anfrage der "Wiener Zeitung" auf das gültige Tarifwerk für den Rundfunk: "Auf uns ist bis gestern auch niemand zugekommen, um andere Tarife zu verhandeln." Man sei jedoch bereit, eine Übergangslösung ohne Präjudiz zu verhandeln.




Schlagwörter

Medien, Radio, Medienpolitik

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Dokument erstellt am 2017-06-08 15:56:06



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