• vom 26.08.2017, 18:00 Uhr

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Update: 26.08.2017, 18:24 Uhr

Tatort

Akute Ansteckungsgefahr




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Von Barbara Dürnberger

  • Mit dem neuen Österreich-"Tatort: Virus" kehrt die beliebte Krimi-Reihe wieder aus der Sommerpause zurück.

Bereits mit dem Virus infiziert? Die Ermittler Eisner und Fellner sind verunsichert.

Bereits mit dem Virus infiziert? Die Ermittler Eisner und Fellner sind verunsichert.© orf/epo film/Hubert Mican Bereits mit dem Virus infiziert? Die Ermittler Eisner und Fellner sind verunsichert.© orf/epo film/Hubert Mican

In der kleinen steirischen Gemeinde Pöllau wird ein Schwarzer tot in einem Steinbruch aufgefunden. Was wie ein Arbeitsunfall aussieht, entpuppt sich jedoch schnell als kaltblütiger Mord. Der Mann wurde erschlagen, Fremdeinwirkung ausgeschlossen. Erste Vermutungen ordnen den Mann einer sozialen Einrichtung für Flüchtlinge im Ort zu - doch im nahe gelegenen sogenannten "Fluchthof", einem Anwesen, das der Arzt Albert Reuss (Andreas Kiendl) als Flüchtlingsherberge für Afrikaner eingerichtet hat, kennt den Toten niemand. Und auch sonst weiß im Dorf niemand über die Identität des Opfers Bescheid.

Um eine objektive Sicht und eine gewisse Distanz zu wahren, werden Kollegen aus Wien angefordert. Die Kommissare Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) und Bibi Fellner (Adele Neuhauser) begeben sich also auf den Weg nach Pöllau, um den Mordfall möglichst schnell aufzuklären. Ihr erster Weg führt sie dabei zu Dr. Reuss und seiner Flüchtlingsherberge. Dort sind sie von dem sozialen Engagement, das nicht nur im "Fluchthof", sondern offenbar im ganzen Pöllau gegenüber Flüchtlingen an den Tag gelegt wird, etwas überrascht: "So viel Anständigkeit auf einem Haufen - fast schon unheimlich", befindet Eisner. Reuss ist sich dessen natürlich bewusst, kämpft er doch nach seiner Tätigkeit für NGOs schon seit vielen Jahren in seiner Heimat für mehr Menschlichkeit. "Wir leben in Österreich - gastfreundlich ist man zu den Touristen", prangert er die österreichische Willkommenskultur an. Offen gibt er zwar zu, dass vieles, was im Dorf geschieht, nicht ganz legal ist, eine Verbindung zum Toten verneint er jedoch weiterhin. Auch bei Alberts Bruder, Thomas Reuss (Martin Niedermair) werden Eisner und Fellner nicht fündig: Thomas Reuss ist der Betreiber des Steinbruchs und verfolgt nicht ganz so hehre Ziele wie sein Bruder, beteuert aber dennoch seine Unschuld. Und schließlich liefert auch ein Nachfragen bei den Bewohnern im "Fluchthof" keine brauchbaren Ergebnisse, obwohl sich in Bibi der Verdacht erhärtet, dass nicht alle Flüchtlinge so ahnungslos sind, wie sie ihr gegenüber angeben.


Diagnose: Ebola
Da erreicht die Kommissare plötzlich eine Hiobsbotschaft aus Wien: Die Obduktion des Toten hat nicht nur ergeben, dass der Mann bereits tot gewesen sein muss, bevor er im Steinbruch abgelegt wurde, sondern auch, dass er mit dem tödlichen Ebola-Virus infiziert war. Eine Diagnose, die einen sofortigen Seuchen-Notfallplan erfordert und dazu führt, dass das beschauliche Pöllau plötzlich zur gefährlichen Zone erklärt wird, aus der niemand mehr rein oder raus kommt. Es dauert deshalb nicht lange, bis im Ort Panik ausbricht und sich die Bewohner fragen, ob sie sich vielleicht bereits infiziert haben. Und inmitten des Katastrophengebiets müssen Bibi und Moritz ihre Ermittlungen fortführen, stets der Gefahr ausgesetzt, sich mit Ebola zu infizieren und der Angst, sich möglicherweise bereits angesteckt zu haben . . .

Die Saison ist eröffnet: Der "Tatort: Virus" (So., 20.15 Uhr, ORF2/ARD) aus Österreich leitet die neuen Fälle der erfolgreichen Krimi-Serie ein und bereitet somit der mehrwöchigen "Tatort"-Sommerpause ein Ende.

Das Drehbuch lieferte einmal mehr der erfahrene "Tatort"-Autor Rupert Henning, Regie führte Barbara Eder ("Thank You for Bombing", "CopStories"), die mit "Virus" ihr "Tatort"-Debüt feiert und offenbar Gefallen an der Materie gefunden hat. "Als Regisseurin wird einem hier sicher nicht langweilig. Einen ,Tatort‘ machen zu können, ist die Kür. Am liebsten würde ich jedes Jahr einen ,Tatort‘ machen.", gibt Eder gegenüber dem ORF an. Bislang scheint sich dieser Wunsch zu erfüllen. Denn nach dem gelungenen Einstand lässt sie die Zuseher mit einem Cliffhanger zurück, der laut nach einer baldigen Fortsetzung und Auflösung schreit. Die wird es auch geben - jedoch erst im nächsten Jahr. Der "Tatort: Irgendwann . . ." wurde erneut von Eder inszeniert und dürfte an die Ereignisse in "Virus" anknüpfen.




Schlagwörter

Tatort, TV-Tipp

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2017-08-25 15:54:06
Letzte Änderung am 2017-08-26 18:24:07


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