• vom 18.09.2017, 16:30 Uhr

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Update: 18.09.2017, 16:51 Uhr

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Streaming dominiert die Emmys




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  • Hulu-Produktion räumte fünf Preise ab, Netflix vier.

Emmys für "The Handmaid’s Tale": Ann Dowd (l.), Elisabeth Moss (M.) und Alexis Bledel. - © afp

Emmys für "The Handmaid’s Tale": Ann Dowd (l.), Elisabeth Moss (M.) und Alexis Bledel. © afp

Los Angeles. Politischer als sonst gingen in Los Angeles die begehrten US-Fernsehpreise Emmys über den Schirm. Großer Gewinner ist dabei die Drama-Serie "The Handmaid’s Tale", die fünf Preise abräumen konnte. Neben dem Award für die beste Drama-Serie erhielt auch Hauptdarstellerin Elisabeth Moss eine Trophäe. Ebenfalls fünf Preise gingen an die Mini-Serie "Little Big Lies".

Noch bevor aber irgendein Preis verliehen wurde, fuhr überraschend Trumps früherer umstrittener Pressesprecher Sean Spicer mit einem Podium auf die Bühne. "Dies wird die größte Zuschauerzahl sein, die jemals die Emmys verfolgt hat. Punkt!", sagt der 45-Jährige.


"The Handmaid’s Tale" des Video-Portals Hulu könnte als Kritik an autoritären Tendenzen verstanden werden. Die Serie beruht auf dem Roman "Der Report der Magd" der kanadischen Autorin Margaret Atwood und erzählt von einer Zukunft in einem autoritären System, in dem Frauen vollständig unterdrückt werden. Die Serie wurde nicht nur in der Königskategorie, sondern auch für Drehbuch und Regie ausgezeichnet. Außer Hauptdarstellerin Moss bekam auch die 61-jährige Ann Dowd für ihre Rolle als brutale Lehrerin einen Emmy. Die fünf Preise sind auch ein großer Erfolg für die Videoplattform Hulu, die damit dieses Jahr den Streamingdienst Netflix übertrumpfte, der vier Preise einheimste.

Am Preisregen für "The Handmaid’s Tale" war auch eine gebürtige Wienerin beteiligt: Bei den kürzlich vergebenen Creative Arts Emmys konnte Sophie Neudorfer als Ausstatterin punkten.

Als bester Hauptdarsteller in einer Drama-Serie wurde Sterling K. Brown für seine Rolle in "This Is Us - das ist das Leben" ausgezeichnet. US-Schauspieler Alec Baldwin bekam für seine parodistische Darstellung von US-Präsident Trump in der Satire-Show "Saturday Night Live" die Trophäe als bester Nebendarsteller in einer Comedy-Serie. Baldwins Kollegin Kate McKinnon, die Hillary Clinton gespielt hatte, erhielt dafür ebenfalls einen Emmy.

Der Emmy für die beste Comedy-Serie ging an die Polit-Satire "Veep", auch Hauptdarstellerin Julia Louis-Dreyfus bekam einen Preis. "Game of Thrones", das in den vergangenen Jahren die Emmys dominiert hatte, war diesmal nicht im Rennen.




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Medien, Fernsehen

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2017-09-18 16:36:10
Letzte ─nderung am 2017-09-18 16:51:01



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