Mit seinem Buch "Ich bin nicht Spock" löste Leonard Nimoy Ende der 1970er Jahre wilde Spekulationen aus. Er würde sein Alter Ego verleugnen, hieß es. Und die Rolle seines Lebens, den Vulkanier Mr.Spock aus dem "Star Trek"-Universum, für die er von Millionen Fans geliebt und vergöttert wurde, an den Nagel hängen. Die Gerüchte verstummten erst, als Nimoy auch in den "Star Trek"-Kinofilmen die Rolle von Spock übernahm und wurden im Jahr 1985 schließlich völlig zerstreut, als bekannt wurde, dass Leonard Nimoy im dritten Kinofilm nicht nur Mr.Spock spielen, sondern zudem auch auf dem Regiestuhl Platz nehmen wird. In "Star Trek III - Auf der Suche nach Mr. Spock" (Di., 5 Uhr, alle Kabel1) kehrt das Raumschiff Enterprise, nachdem Mr. Spock in Teil II sein Leben für die Crew geopfert hat, vom Genesis-Planeten zur Erde zurück. Die Crew hat jedoch nicht nur den Verlust ihres Freundes zu verkraften: Dr. McCoy (DeForest Kelley) scheint seinen Verstand zu verlieren, Scotty (James Doohan) wird versetzt und die Enterprise selbst für keine weiteren Missionen eingesetzt. Da sucht Spocks Vater Captain Kirk (William Shatner) auf, um ihm von einer Vermutung zu berichten: Spock lebt vielleicht noch. Kurz vor seinem Ableben hat er einen Teil seines Geistes in McCoy übertragen, was auch dessen Verwirrtheit erklären würde. Daraufhin beschließt das Team, "ihre" Enterprise zu entwenden, und erneut nach Genesis zu reisen, um Spock doch noch zu retten. Allerdings hat der klingonische Commander Kruge (Christopher Lloyd) zwischenzeitlich von der Rettungsaktion erfahren - es beginnt ein folgenschwerer Wettlauf gegen die Zeit. . .

Science Fiction statt Horror


Kabel1 startet mit diesem Film den "Star Trek"-Marathon, der am Dienstag in den frühen Morgenstunden beginnt und für knapp 36 Stunden das Programm des Senders bestimmt. Geboten wird so eine willkommene Abwechslung zum Horror-Programm, das auf vielen anderen Sendern anlässlich der Halloween-Feierlichkeiten den Tag bestimmt.

Abgesehen von Werbeunterbrechungen und Nachrichten, gibt es den ganzen Tag "Star Trek" nonstop. So folgt auf den dritten Teil der Filmreihe gleich der nächste Kultstreifen "Star Trek V - Am Rande des Universums" (Di., 9.10 Uhr) aus dem Jahr 1989. In diesem navigiert die Crew samt Enterprise einmal mehr durch die unendlichen Weiten des Universums, als sie mit einer ungewöhnlichen und gefährlichen Mission beauftragt werden: Der Stern Nimbus III, hinlänglich als Planet des "galaktischen Friedens" bekannt, wird seinem Namen aktuell alles andere als gerecht, denn das friedliche Zusammenleben der unterschiedlichen Völker funktioniert nicht mehr. Romulaner, Klingonen und Erdenmenschen sind verfeindet und ihre jeweiligen Anführer werden von dem Vulkanier Sybok als Geiseln festgehalten. Auftritt Captain Kirk und seine Mannschaft, die die Gefangenen befreien und den Planeten retten sollen.

Gleich im Anschluss folgt "Star Trek VI - Das unentdeckte Land" (Di., 11.15 Uhr), in dem Captain Kirk und Dr. McCoy zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt werden, weil sie angeblich den Klingonen-Kanzler Gorkon ermordet haben sollen. Gemeinsam mit der restlichen Crew begibt sich Mr.Spock auf die Suche nach den wahren Tätern um seine Freunde zu befreien und dazu ganz nebenbei auch einen Anschlag auf den Präsidenten der Föderation zu vereiteln.

Den restlichen Nachmittag und Abend werden weitere Filme mit unterschiedlicher Besetzung aus der Reihe gezeigt - unter anderem "Star Trek VII - Treffen der Generationen" (Di., 13.25 Uhr), "Star Trek - Der erste Kontakt" (Di., 16 Uhr) und "Star Trek - Der Aufstand" (Di., 18.15 Uhr) - ehe im Hauptabend mit "Star Trek" (Di., 20.15 Uhr) eines der neueren Abenteuer aus 2009 gezeigt wird. Das Prequel erzählt von den Anfängen des jungen James Tiberius Kirk (Chris Pine) bei der Sternenflotte und zeigt eine ganz andere Seite des späteren Kapitäns der Enterprise. Jim ist ein aufbrausender Draufgänger, leichtsinnig und ohne großes Verantwortungsbewusstsein, der seit dem Tod seines Vaters nicht so rech weiß, was er mit seinem Leben anfangen soll. Bis ihm eines Tages Captain Pike (Bruce Greenwood) begegnet und ihm den weisen Rat gibt, sich doch bei der Sternenflottenakademie zu bewerben. . .

Der Marathon endet erst am Feiertag in den frühen Morgenstunden - ehe er wenige Stunden später mit Wiederholungen eine Fortsetzung findet und es so auf eine respektable Länge von insgesamt 36 Stunden bringt.