• vom 22.01.2018, 16:07 Uhr

Medien

Update: 22.01.2018, 17:51 Uhr

Future Challenge

Fleiß, Herzblut, Achtsamkeit




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  • Was braucht man für die Arbeitswelt von morgen? Wir haben unsere Gäste der Podiumsdiskussion "Arbeit 2030" gefragt.


© Felicitas Matern © Felicitas Matern

Werner Gruber, Physiker, Planetarium Wien "Mit Fleiß, Wissen und etwas Glück kann man schon viel ausrichten. Man kann extrem intelligent sein oder extrem viel können: Wenn ich nicht bereit bin, mich hinzusetzen, komme ich nicht dorthin, wo ich möchte. Das bedeutet, dass man hin und wieder auf einen netten Abend mit Freunden oder einen Kinobesuch verzichten muss. Am Ende zahlt es sich aus. Fleiß alleine nützt aber nichts, denn man kann auch den ganzen Tag in das Nichts hineinarbeiten. Vielleicht hatte jemand anderer schon diese Idee, oder es gibt fachlich einen Widerspruch und dann ist es verlorene Liebesmüh. Deshalb ist es wichtig, viel zu wissen. Bücher sind wichtig. Man sollte auch mit Menschen reden, denn viele wissen Dinge, die man selber nicht kennt. Und ein wenig Glück kann nicht schaden. Manchmal arbeitet man monatelang an einem Problem und nichts geht weiter, und dann auf einmal löst es sich. Manche nennen es Glück, ich sage dazu, dass man nicht aufgeben darf. Diese drei Dinge lerne ich immer wieder. Jeden Abend frage ich mich, was ich besser machen könnte. Manchmal tue ich es dann auch."


© privat © privat

Goran Maric, CEO, Sozialunternehmen Three Coins "Arbeitsumfelder werden weniger vorhersehbar und Berufslaufbahnen weniger planbar. Wir brauchen neue Formen der Ausbildung, die nicht nur auf einzelne Fächer gerichtet sind, sondern vielfältige Kompetenzen vermitteln. In meiner Schulzeit habe ich zwar viele Dinge gelernt, aber nur sehr wenige, die mich auf berufliche Herausforderungen vorbereiteten. Als Migrant erster Generation lernte ich schnell, worauf ich persönlich Wert legen muss, um voranzukommen: Bereit sein, mehr zu leisten als andere. Auf sein Herz zu hören. Viel Durchhaltevermögen besitzen. Herzblut, Reflexionsfähigkeit und Durchhaltevermögen sind die Dinge, die mich heute noch prägen. Auch der bewusste Umgang mit Ressourcen wie Daten, Zeit und Geld spielt zukünftig eine große Rolle, u.a. weil Arbeitsverhältnisse volatiler werden. Diese Kompetenz vermittelt das Bildungssystem noch zu wenig."


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Stefan Patak, Chief Happiness Officer, whatchado "Die über 6500 Lebensgeschichten, die wir auf whatchado.com gesammelt haben, haben mich gelehrt, dass es drei wichtige Eigenschaften und Fähigkeiten in der heutigen Arbeitswelt gibt: Das ist die Fähigkeit, Dinge offen und so anzusprechen, dass sie mein Gegenüber versteht und man gemeinsam an einer Lösung arbeiten kann. Zweitens die Fähigkeit zur Selbstreflexion bzw. Achtsamkeit. Das heißt Positives wie auch Negatives bewusst wahrzunehmen, um daraus zu lernen. Die dritte Fähigkeit ist Beharrlichkeit, die in dieser schnelllebigen Welt oft untergeht. Es ist wichtig, dran zu bleiben, auch wenn es nicht nach Plan läuft. Diese Fähigkeiten werden in der Arbeitswelt 2030 wichtiger sein denn je. Die Arbeit der Zukunft erfordert die Bereitschaft, sich immer wieder neuen Situationen anzupassen, offen zu sein, Neues zu lernen, neugierig zu bleiben wie ein kleines Kind, hinzufallen, aufzustehen und zu lernen, wie wir bestehende Dinge kombinieren können, um Neues zu kreieren."

Werner Gruber, Goran Maric und
Stefan Patak sind Teilnehmer der Podiumsdiskussion am 24. Januar 2018 "Arbeit 2030" im Rahmen der Future Challenge Leben 2030.





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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-01-22 16:11:11
Letzte Änderung am 2018-01-22 17:51:38


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