Wien. Serial, This American Life, Pod Safe America. Wer gute Podcasts hören wollte, musste lange Zeit auf jene aus den USA oder Großbritannien zurückgreifen. Seit dem Vorjahr springen auch in Österreich immer mehr auf den Podcast-Zug auf: Der Falter veröffentlicht jede Woche einen Podcast mit Raimund Löw, die Politik-Plattform Neuwal betreibt "Ganz offen gesagt". Der Standard-Journalist Andreas Sator startete den Interview-Podcast "Nachfrage" und der Kurier verfolgte in "2Stimmen" die TV-Duelle zur Nationalratswahl.

Sehr erfolgreich war der Interview-Podcast "Was soll das?" von den Journalisten Patrick Swanson und Michael Mayrhofer. In 27 Ausgaben interviewten sie unter anderen Facebook-Kläger Max Schrems, den ehemaligen Bundespräsidenten Heinz Fischer, den Journalisten Armin Wolf. Ende 2017 erklärten sie ihr Projekt dann überraschend für beendet.

Am Dienstagabend sprachen die beiden bei der 8. Ausgabe von "Aufmacher - die Medienrunde" - einer regelmäßigen Medienveranstaltung in Wien - über die österreichische Podcast-Szene und erklärten, warum sie ihr Hobby-Projekt wieder aufgegeben haben. Antworten auf 10 Fragen, die ihnen am häufigsten gestellt wurden:

Eine Illustration von Jana Wiese, die unter @jasowies_o twittert und den Podcast Lieblings-Plaetzchen betreibt http://www.lieblings-plaetzchen.com - © Jana Wiese
Eine Illustration von Jana Wiese, die unter @jasowies_o twittert und den Podcast Lieblings-Plaetzchen betreibt http://www.lieblings-plaetzchen.com - © Jana Wiese

1. Warum habt ihr "Was soll das" gestartet?

Podcasts sind kein neues Format. Wir sind große Fans der "Ezra Klein Show", aber in Österreich gab es keinen Podcast wie wir ihn haben wollten. Podcasts sind ein großartiges Format. Man kann dort Dinge tun, die in anderen Medien nicht möglich sind.

2. Wie habt ihr eure Interviewpartner bekommen?

Es war nicht schwer. Außer einige Gäste, die wir vom ORF kannten (zum Beispiel Armin Wolf und Peter Filzmaier), kannten wir die Leute vorher nicht. Wir haben sie einfach angeschrieben, per E-Mail oder direkt auf Facebook, Instagram, Twitter. Wir haben 27 Zusagen und quasi keine Absage bekommen. Auch dem ehemaligen Bundespräsidenten Heinz Fischer haben wir einfach eine E-Mail geschrieben.

3. Was braucht man, um einen Podcast zu starten?

Wir haben pro Person 250 Euro in die Technik investiert (drei Mikros, drei Mikroständer, drei Kopfhörer, ein Mischpult, später kam noch mobiles Equipment dazu). Wir haben drei Pilot-Interviews mit Freunden durchgeführt. Schritt für Schritt wurde die Qualität, vor allem die Tonqualität, besser.