• vom 04.03.2018, 12:17 Uhr

Medien

Update: 04.03.2018, 16:58 Uhr

Schweiz

"Nein" zur Abschaffung der Rundfunkgebühren




  • Artikel
  • Kommentare (7)
  • Lesenswert (7)
  • Drucken
  • Leserbrief




Von WZ Online, APA, Reuters

  • Die No-Billag-Initiative wurde mit mehr als 71 Prozent abgelehnt.

Für die Gebührengegner ist der öffentlich-rechtliche Rundfunk nicht mehr zeitgemäß. Sie fordern mehr Wettbewerb in der Medienbranche. - © APAweb/AP, Anex

Für die Gebührengegner ist der öffentlich-rechtliche Rundfunk nicht mehr zeitgemäß. Sie fordern mehr Wettbewerb in der Medienbranche. © APAweb/AP, Anex

Bern. Die Radio- und Fernsehgebühren in der Schweiz werden nicht abgeschafft. Die Schweizer haben die sogenannten "No-Billag"-Initiative am Sonntag deutlich abgelehnt. 71,6 Prozent stimmten für die Beibehaltung des Gebührensystems, wie sich nach Auszählung aller Stimmen zeigte. Die Wahlbeteiligung lag bei 54,11 Prozent.

Das Votum fiel damit überraschend eindeutig aus. Bei Umfragen vor der Wahl lag die Ablehnung bei gut 60 Prozent. Der überwiegend durch Gebühren finanzierte Rundfunksender SRG zeigte sich erleichtert. Generaldirektor Gilles Marchand kündigte gleichzeitig ein Sparprogramm und Programmreformen an.

Die Volksabstimmung war der Höhepunkt zum Teil heftig geführter monatelanger Diskussionen, die in der Schweiz wie kaum ein anderes Thema in den vergangenen Jahren polarisiert haben. Der Anstoß zum Volksentscheid über die Rundfunkgebühr kam von der Initiative "No Billag". Billag ist die Schweizer Gebühreneinzugszentrale, das Pendant zum österreichischen GIS (Gebühren Info Service).

Gegner der Billag sprechen von Zwangsgebühren für Medienangebote, die sie nicht nutzen, Befürworter halten unabhängig finanzierten Journalismus für essenziell in einer Demokratie und verweisen auch auf die identitätsstiftende Rolle des SRF für die Schweiz.





Schlagwörter

Schweiz, Rundfunkgebühren, Billag

7 Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)



Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-03-04 12:17:52
Letzte Änderung am 2018-03-04 16:58:16


Comicreader

Comics auf dem Schirm

Die Leseoberfläche... In der besten aller Welten gibt es ein standardisiertes Buchformat, und alle elektronischen Bücher sind damit kompatibel... weiter




Comic

Das Rätsel des 20. Jahrhunderts

Coversujet des "Fun"-Comics. - © avant-verlag Endlos aufsteigende Fassaden, gleichmäßig angeordnete Fenster, die Verästelungen stählerner Brückengeländer und Hochbahn-Konstruktionen: Die Ästhetik... weiter





Werbung



Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Romantik auf Knopfdruck
  2. 72 Minuten Todesangst
  3. "Einschränkung von Pressefreiheit ist inakzeptabel"
  4. Die Kontrolle der Fakten
  5. Zerfließende Welten
Meistkommentiert
  1. "Einschränkung von Pressefreiheit ist inakzeptabel"
  2. Walter Hämmerle wird
    "WZ"-Chefredakteur
  3. Höllische Augenzeugen
  4. Punkt! .
  5. "Gefährliche Grenzüberschreitung" des Innenministers


Quiz


Tilda Swinton in einem Haute Couture Kleid des Designers Schiaparelli - das sich sogar in den Schuhen und Handschuhen optisch fortsetzt.

Gruppenbild der Jury: Präsident Guillermo del Toro (4.v.l.) gewann im Vorjahr den Goldenen Löwen für "The Shape of Water". Ganz links Venedig-Chef Alberto Barbera im Gespräch mit Christoph Waltz, ganz rechts:Biennale-Präsident Paolo Barratta. Werbung für Die Single "Baby I Love You" im Magazin Billboard 1959.

Sean Godwells Entwurf einer Kapelle erinnert beim ersten Auftritt des Vatikans auf der Architekturbiennale in Venedig auf den ersten Blick an einen aufklappbaren Würstelstand. Shepard Fairey vor seinem Mural am Wiener Flughafen.


Werbung