• vom 12.03.2018, 15:31 Uhr

Medien

Update: 12.03.2018, 15:41 Uhr

Desinformation

EU-Experten wollen vertrauenswürdige Nachrichten sichtbarer machen




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Von WZ Online, APA, dpa

  • Kodex mit zehn Prinzipien für soziale Netzwerke von Expertenkommission empfohlen.

Brüssel. Im Kampf gegen Falschnachrichten empfiehlt eine EU-Expertenkommission einen Kodex mit zehn Prinzipien für soziale Netzwerke. Diese sollen sich unter anderem verpflichten, vertrauenswürdige Informationen herkömmlicher Medien sichtbarer und für Nutzer leichter zugänglich zu machen. Zudem sollen sie besser erklären, wie Algorithmen Nachrichten aussuchen und gewichten.

Die Empfehlungen aus dem Schlussbericht der Expertengruppe zu Falschnachrichten und Desinformation veröffentlichte die EU-Kommission am Montag in Brüssel. Die 39 Fachleute raten, den Begriff "Fake News" zu vermeiden und stattdessen von Desinformation zu sprechen. Diese wird definiert als falsche, fehlerhafte oder irreführende Information mit dem Ziel, der Öffentlichkeit zu schaden oder Profit zu machen.

Keine Zensur

Die im Jänner eingesetzte Expertengruppe rät ausdrücklich von "simplistischen Lösungen" ab. Jede Art von Zensur sei zu vermeiden. Angebracht sei hingegen eine Mischung aus kurz- und mittelfristigen Maßnahmen. Neben erhöhter Transparenz bei Online-Nachrichten empfehlen die Fachleute bessere Bildung der Nutzer im Umgang mit Informationen, damit sie falsche Nachrichten leichter entdecken. Zudem dringen sie darauf, die Vielfalt von Nachrichtenmedien in Europa langfristig zu erhalten.

Die Verbreitung von Halbwahrheiten und gezielten Falschmeldungen im Internet sorgt der Umfrage Eurobarometer zufolge viele Europäer. So sagten 83 Prozent der rund 26.000 Teilnehmer, das Phänomen sei eine Bedrohung für die Demokratie. Traditionelle Medien gelten demnach als relativ glaubwürdige Nachrichtenquellen: Im Eurobarometer nannten 70 Prozent das Radio, 66 Prozent Fernsehen und 63 Prozent Printmedien, während reine Onlinequellen nur bei 26 bis 27 Prozent der Befragten Vertrauen genossen.





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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-03-12 15:31:47
Letzte Änderung am 2018-03-12 15:41:23


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