Wien. (bau) Vox legt seiner Erfolgs-Kochshow "Kitchen Impossible" ab heute, Donnerstag, einen kleinen Bruder in die Wiege. Und wie kleine Brüder manchmal so sind, ist er laut und etwas verhaltensauffällig. Denn im "Knife Fight Club" wird das Duell zweier Köche auf ein neues, fast schon leicht aggressives Level gehoben. Das Konzept ist rasch erklärt: Zwei Köche bekommen je drei Zutaten vorgegeben, die sie zuvor nicht kennen. Und 60 Minuten Zeit. Wer daraus das bessere Gericht zaubert, hat gewonnen.

Die Tims in der Jury


Tim Mälzer und Tim Raue, sattsam bekannt als Dauerkontrahenten in "Kitchen Impossible", finden sich diesmal in ungewohnter Rolle wieder: Der nach eigenen Angaben "beste italienische Koch außerhalb Italiens" (Mälzer) und der Berliner Sternekoch Raue sind die Jury, die entscheidet, wer das Duell gewonnen hat. Denn in den Ring müssen andere, teils ebenso aus dem Vox-Koch-Universum bekannte Köche wie Maria Groß, The Duc Ngo, Tohru Nakamura, Mario Lohninger, Hans Neuner, Anthony Sarpong, Richard Rauch, Sascha Stemberg, Lukas Mraz, Max Stiegl, Anton Schmaus und Nenad Mlinarevic.

Auch die Kulissen könnten Kochfans bekannt vorkommen: Das Duell findet in Mälzers Hamburger Restaurant "Bullerei" statt. In dem Backsteinbau wurden bereits die Interviews von "Kitchen Impossible" gedreht. Nun steht das Publikum um die Herde und feuert die beiden Köche an. Die vorgegebenen Zutaten sind in der Tat etwas trickreich. So muss im Laufe der sechs Sendungen etwa mit Taube, Rinderherz, Kaktusfeige, Ziegenmilch oder Schweinekopf gekocht werden. Am Donnerstag lautet die Aufgabe zur Premiere: Truthahn, Kaffee und Geoduck (es handelt sich hierbei übrigens nicht um Geflügel, sondern um eine im Pazifik heimische Muschelart). Die Koch-Kandidaten Anthony Sarpong und Richard Rauch müssen sich da ganz schön etwas einfallen lassen.

Vorbild: "Knife Fight"


Die Idee ist freilich nicht im Vox-Kochtopf entstanden. Die Originalsendung, auf der der deutsche "Knife Fight Club" basiert, ist die US-amerikanische Produktion "Knife Fight" des Senders Esquire Network. Von 2013 bis 2015 liefen dort insgesamt 74 Folgen. Ausführende Produzentin der Sendung war keine Geringere als Drew Barrymore, der US-amerikanische Spitzenkoch Ilan Hall moderierte. Der Titel der Sendung lehnt sich an den Film "Fight Club" von David Fincher an. Die Original-Sendung war bei RTL Living und RTL Nitro zu sehen.

Kochsendungen sind auf Vox ein fester Bestandteil des Abendprogramms. Beginnend mit dem täglichen Dauerbrenner "Das perfekte Dinner" (19 Uhr), das es auch in einer Promi und einer Variante mit einem Undercover-Profikoch gibt. "Grill den Profi" als Nachfolgeformat des etwas glücklos als Raab-Nachfolger zu Pro7 gewechselten Steffen Henssler bespielt in der Regel den Sonntagabend - wenn dort nicht gerade "Kitchen Impossible" läuft. Die derzeit dritte Staffel liefert für Vox echte Traumquoten von bis zu 12,8 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe. Die Sendung gewann den Deutschen Fernsehpreis 2017 in der Kategorie "Bestes Factual Entertainment", wobei man die Konkurrenten "Bares für Rares" (ZDF) und "Die Höhle der Löwen" (ebenso Vox) ausstach.