• vom 10.05.2018, 16:07 Uhr

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Fernsehen braucht Großereignisse




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Von Bernhard Baumgartner

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Die Song-Contest-Woche ist in der Regel eine gute Woche für das öffentlich-rechtliche Fernsehen. Drei Live-Shows an drei verschiedenen Tagen, dazu jede Menge nationales Rahmenprogramm - das ist in der Tat eines der wenigen Genres, die sich noch auszahlen. Denn das lineare Fernsehen hat in atemberaubender Geschwindigkeit große Teile seiner Bedeutung und wohl auch seiner Kunden eingebüßt. In der jungen Zielgruppe gibt es genug Menschen, die man mit klassischem TV gar nicht mehr erreicht und die längst in den Tiefen von Amazon Prime und Netflix für immer als Kunden verloren sind.

Tatsächlich sind es nur noch solche Großereignisse wie der Song Contest oder große Sportübertragungen, bei denen man einmal die Netflix-Fernbedienung liegen lässt - und doch wieder zum linearen Fernsehen rüber schaut. Vielleicht auch deshalb, weil sich das Gefühl des gemeinschaftlichen Konsumierens über Twitter noch verstärken lässt.


Wer hätte einst gedacht, dass sich der "Second Screen", wie das Smartphone genannt wird, noch einmal als Motivator für das Fernsehen erweisen würde?

Das Problem dabei ist freilich, dass sich Großereignisse nicht beliebig skalieren lassen. Insofern muss sich das lineare Fernsehen einiges einfallen lassen, will es nicht in der Bedeutungslosigkeit versinken. Da nützt es auch nichts, wenn die Marktanteile gut sind. Wenn insgesamt die Zuschauer wegbrechen, also für Werbung nicht erreichbar sind, sind diese Zahlen nichts mehr wert. Zeit also, zu handeln.




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Dokument erstellt am 2018-05-10 16:12:47


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