• vom 14.06.2018, 16:11 Uhr

Medien


Mediendeal

Comcast will Disney 21st Century Fox abluchsen




  • Artikel
  • Lesenswert (1)
  • Drucken
  • Leserbrief






    Philadelphia. Der US-Kabelkonzern Comcast hat ein verbessertes Angebot für große Teile von Rupert Murdochs Medienimperium 21st Century Fox abgegeben und damit einen möglichen Bieterkampf mit dem Unterhaltungsriesen Disney eröffnet. Das neue Angebot beträgt 35 Dollar (29,75 Euro) je Fox-Aktie. Damit würde sich eine Gesamtbewertung von rund 65 Milliarden Dollar ergeben. Eigentlich hatte sich Disney schon mit Fox auf einen Kaufpreis von 52 Milliarden Dollar geeinigt.

    Dafür sollte der Großteil des Film- und Fernsehgeschäfts des Murdoch-Konzerns den Besitzer wechseln. Der Medienmogul will nur sein Nachrichten-Flaggschiff Fox News und den größten Sportsender behalten, beide sollen vom Rest des Unternehmens in eine neue Gesellschaft abgespalten werden. Fox teilte nach Veröffentlichung des Angebots mit, zwar weiter an die Fusionsvereinbarung mit Disney gebunden zu bleiben, das "unerbetene" Angebot von Comcast aber dennoch sorgfältig prüfen zu wollen. Es sei bisher noch keine Entscheidung gefallen, ob ein für den 10. Juli angesetztes außerordentliches Aktionärstreffen verschoben werde, bei dem über den Deal mit Disney abgestimmt werden soll.


    Schon einmal gescheitert
    Comcast war zuvor schon einmal mit einem deutlich höheren Angebot als Disney abgeblitzt, das soll aber auch maßgeblich an kartellrechtlichen Bedenken gelegen haben. Nachdem am Dienstag ein US-Gericht die Übernahme des Fox-Rivalen Time Warner durch den Telekom-Giganten AT&T gegen den Widerstand der US-Regierung durchgewunken hat, sieht die Sache nun anders aus. Comcast wirbt jetzt bei Murdoch und den Fox-Aktionären mit einem etwa 19 Prozent höheren Angebot als Disney und will zudem - anders als der Micky-Maus-Konzern - komplett bar bezahlen. Nun wird mit Spannung erwartet, wie Disney und Fox reagieren.




    Schlagwörter

    Mediendeal, Comcast, Fox

    Leserkommentare




    Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


    captcha Absenden

    * Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


    Dokumenten Information
    Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
    Dokument erstellt am 2018-06-14 16:16:21


    Comicreader

    Comics auf dem Schirm

    Die Leseoberfläche... In der besten aller Welten gibt es ein standardisiertes Buchformat, und alle elektronischen Bücher sind damit kompatibel... weiter




    Comic

    Das Rätsel des 20. Jahrhunderts

    Coversujet des "Fun"-Comics. - © avant-verlag Endlos aufsteigende Fassaden, gleichmäßig angeordnete Fenster, die Verästelungen stählerner Brückengeländer und Hochbahn-Konstruktionen: Die Ästhetik... weiter





    Werbung



    Beliebte Inhalte

    Meistgelesen
    1. Damals, als alles einfacher war
    2. Höllische Augenzeugen
    3. Michel Houellebecq heiratet in aller Stille
    4. Presse-Mail bringt Innenministerium unter Beschuss
    5. Bildet Banden!
    Meistkommentiert
    1. Walter Hämmerle wird
      "WZ"-Chefredakteur
    2. Punkt! .
    3. "Beleidigen ist zum guten Ton geworden"
    4. Mehr Geld für Kunst und Kultur
    5. Der universell Umtriebige


    Quiz


    Tilda Swinton in einem Haute Couture Kleid des Designers Schiaparelli - das sich sogar in den Schuhen und Handschuhen optisch fortsetzt.

    Gruppenbild der Jury: Präsident Guillermo del Toro (4.v.l.) gewann im Vorjahr den Goldenen Löwen für "The Shape of Water". Ganz links Venedig-Chef Alberto Barbera im Gespräch mit Christoph Waltz, ganz rechts:Biennale-Präsident Paolo Barratta. Werbung für Die Single "Baby I Love You" im Magazin Billboard 1959.

    Sean Godwells Entwurf einer Kapelle erinnert beim ersten Auftritt des Vatikans auf der Architekturbiennale in Venedig auf den ersten Blick an einen aufklappbaren Würstelstand. Shepard Fairey vor seinem Mural am Wiener Flughafen.


    Werbung