Wien. Die IG Autorinnen Autoren zeigt sich in Hinblick auf den Arbeitszeit-Gesetzesentwurf solidarisch mit den Gewerkschaften und verweist auf mögliche Auswirkungen eines Zwölf-Stunden-Tags in der Kunst- und Kulturszene. So werde etwa die aktive Teilnahme am Kulturleben mit verordnetem 12-Stunden-Arbeitstag bedeutend erschwert; es sei nicht mehr möglich, langfristig zu planen und etwa Abos zu besitzen.

Weiters fürchtet man Subventionskürzungen, da es "Ziel des Arbeitszeitgesetzes ist, Unternehmen Kosten zu ersparen". Neue Arbeitsplätze entstünden keine, die im Kulturbereich häufigen geringfügigen Beschäftigungen würden entfallen und "weitere Arbeitslose produziert".

Auch ortet die IG ein "Ende der Ehrenamtlichkeit", da zahlreiche Tätigkeiten im Kunst- und Kulturbereich von Personen mit anderweitigen Beschäftigungen ehrenamtlich wahrgenommen werden. "Die kostenlose Mitwirkung von solchen Personen im Kunst- und Kulturbereich ist unter den Voraussetzungen eines 12-Stunden-Tages und einer 60-Stunden-Woche so gut wie unmöglich", heißt es dazu. "Schwerwiegende Folgen" sieht man auch im Bereich der außerberuflichen Kunstausübung. "Niemand, der in einem Vollzeitbeschäftigungsverhältnis mit nicht vorhersehbarer 12-Stunden-Arbeitszeitgestaltung steht, kann sich noch auf Proben zu Amateurtheateraufführungen oder zu Konzertproben und auf solche Theateraufführungen und Konzerttermine als Akteurin oder Akteur einlassen."