• vom 09.08.2018, 16:47 Uhr

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Mit Highspeed in die Vergangenheit




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Von Bernhard Baumgartner

  • Immer mehr TV-Serien aus den 80er und 90er Jahren werden wiederbelebt - oft ein zweischneidiges Erlebnis.

Erzürnt: die "Charmed"-Schwestern. - © pps

Erzürnt: die "Charmed"-Schwestern. © pps

Die nächste Neuauflage steht an: "Buffy, the Vampire Slayer" (Sarah Michelle Gellar).

Die nächste Neuauflage steht an: "Buffy, the Vampire Slayer" (Sarah Michelle Gellar).© pps Die nächste Neuauflage steht an: "Buffy, the Vampire Slayer" (Sarah Michelle Gellar).© pps

Wien. Es war wohl einer der widersprüchlichsten Momente in der jüngeren Fernsehgeschichte. Als bekannt wurde, dass die Serie "Gilmore Girls" (2000 bis 2007) eine neue Staffel bekommt, gab es für die Fans kein Halten mehr. Endlich neues Material aus Stars Hollow. Der Erwartungsdruck wurde durch geschicktes Marketing von Netflix noch gesteigert und dann waren die vier mal 90 Minuten mit den Lorelai und Rory Gilmore auch schon wider vorbei. Die künstliche Verlängerung der sieben originalen Staffeln ließ ein beklemmendes Gefühl zurück: Was, das war’s jetzt? So kann man mit unseren Figuren doch nicht umgehen! Das ist nicht mehr die Rory, die wir geliebt und geschätzt haben. Das Leben hat eine echte Bitch aus ihr gemacht - und das unter der Führung von Serien-"Mutter", Producerin Amy Sherman-Palladino. Das sollte vier Jahre Einzelhaft vor dem TV-Gericht bringen. Weil: Warum?

So wie den Fans von "Gilmore Girls" geht es derzeit vielen Serienfreunden, denn kaum eine beliebte Serie der Achtziger Jahre und Neunziger Jahre, die nicht für ein Remake oder Reboot im Gespräch ist. Und es wird noch viel mehr Menschen so gehen, denn erst in den vergangenen Tagen wurde bekannt, dass sowohl die extrem erfolgreiche Vampir-Serie "Buffy, the Vampire Slayer" als auch "Charmed", im Deutschen als "Zauberhafte Hexen" bekannt, wiederbelebt werden. Auch der humorvolle Respektlos-Alien "Alf" kehrt zurück und soll mit einer neuen Familie weiter sein Unwesen treiben. Wie das mit den heutigen Regeln der Political Correctness funktionieren soll, ist ohnehin schleierhaft.


Undankbare Trekkies
Die Liste der derart ins Heute geholten Serien ist lange: "Dallas", "McGyver", "Knight Rider", "Roseanne", "Will and Grace" bis hin zu "Star Trek: Discovery", das wahrscheinlich am sehnsüchtigsten erwartete Prequel der Science-Fiction-Geschichte. Die Ergebnisse sind dabei durchaus gemischt. "Star Trek: Discovery" erntete gute Kritiken und ging auch anstandslos in eine zweite Staffel, und das, obwohl im chronisch undankbaren Trekkie-Volk (wohl nicht gänzlich zu Unrecht) moniert wurde, was denn eine düstere Kriegsgeschichte noch mit "Star Trek" zu tun habe. Aber gut: Hätte man einfach dort fortgesetzt, wo Ende der Neunziger Schluss war, wäre wohl auch wieder genörgelt worden. Und seitdem bekannt ist, dass CBS einen Spin-off mit Patrick Steward als Jean Luc Picard plant, ist ohnehin alles wieder gut: So einfach geht das manchmal mit den Fans. Andere Fortsetzungen fielen gnadenlos durch. "Knight Rider" oder "Dallas" etwa. Andere schafften es nicht über das Planungsstadium wie "Xenia, the warrior princess". Manche bekommen schon ein Spin-off, solange sie noch laufen, etwa "Young Sheldon" bei "Big Bang Theory".

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Medien, Fernsehen

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