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Wien. Bei der Fußball-WM haben bei den ORF-Übertragungen Alina Zellhofer und Christina Inhof von sich reden gemacht. Bei Sky ist mit Elisabeth Gamauf seit elf Jahren eine Frau im Bundesliga-Einsatz. Diese Saison moderiert sie jedes Wochenende aus dem Sky Studio die Bundesliga-Konferenz.

"Wiener Zeitung": Ist der Durchbruch in der Männergesellschaft m Sportjournalismus geschafft?

Elisabeth Gamauf: Ich sehe das ziemlich unaufgeregt. Es gibt doch schon viel länger Frauen im Sportjournalismus. Sky hat in diesem Punkt eine Vorreiterrolle eingenommen. Mit Constanze Weiss und Lisa Insam gibt es bei uns weitere sehr kompetente Frauen.

Warum haben Sie mit dem Sportjournalismus begonnen?

Ich war mit dem Sport von klein auf eng. Mein Bruder spielte beim GAK und bei der Austria. Mein Mann war Basketball-Nationalspieler. Ich begann bei einem Privatradio im Burgenland. Nach sieben Jahren beim ORF Burgenland kam der Ruf von Premiere, heute Sky.

Wird man als Frau mit Argusaugen beobachtet?

Es wird genauer hingesehen, Fehler wiegen schwerer und es wird schnell die Fachkompetenz angezweifelt. Ich bin aber so lange im Geschäft, dass ich mir ein gewisses Standing erarbeitet habe. Mir ist wichtig, einen guten Job zu machen. Da bin ich selbst meine schärfste Kritikerin.

Wie schwierig ist es, sich als Frau durchzusetzen?

Eine höhere Toleranzgrenze kann nicht schaden. Aber Machosprüche gibt es woanders auch. Ich bin gut damit gefahren, Dinge nicht zu sehr an mich heranzulassen. Auch wenn es nicht immer leicht fällt.