• vom 20.08.2018, 16:32 Uhr

Medien


Nachruf

Mastermind hinter "Tatort": Gunther Witte verstorben




  • Artikel
  • Lesenswert (2)
  • Drucken
  • Leserbrief






    "Wenn ich mir vorstelle, jemand hätte mir das damals prophezeit, hätte ich gesagt: ‚Du spinnst wohl!‘" Das sagte Gunther Witte über seine Erfindung, den "Tatort", in einem Interview 2016 mit der "Süddeutschen Zeitung". Witte ist, wie er jetzt bekannt wurde, am vergangenen Donnerstag in Berlin gestorben. Dies teilt der Westdeutsche Rundfunk Köln (WDR) in einer offiziellen Aussendung mit. Wittes "Stammsender" habe aus dem Kreise der Familie des Verstorbenen von dessen Tod erfahren.

    Bereits 1969 erfand Gunther Witte das Konzept für die Fernseh-Krimiserie "Tatort". "Gunther Witte war eine der herausragenden Persönlichkeiten des Fernsehspiels. Mit seiner einzigartigen Erfindung der ‚Tatort‘-Reihe hat er den WDR und das deutsche Fernsehen so nachhaltig geprägt wie kaum ein anderer: Sonntag, 20.15 Uhr ist nach wie vor ‚Tatort‘-Zeit im Ersten.", so WDR-Intendant Tom Buhrow.


    "Tatort"-Konzept und Fernsehspiel
    Gunther Witte wurde am 26. September 1935 im lettischen Riga geboren, wuchs aber in Berlin auf. Er studierte Germanistik und Theaterwissenschaften an der Ost-Berliner Humboldt-Universität und arbeitete zunächst als einfacher Redakteur beim WDR. In dieser Zeit entwickelte Witte das Konzept für die TV-Serie "Tatort", die ursprünglich nur als Konkurrenzprodukt zu den beliebten Krimi-Serien des ZDF gedacht war. Doch der "Tatort" etablierte sich im deutschen Fernsehen und ist heute die am längsten laufende deutschsprachige Krimi-Serie. Der ORF ist mittlerweile neben dem ARD und dem SRF an der Produktion beteiligt.

    Ab 1979 fungierte Witte als Leiter der Abteilung Fernsehspiel im WDR und produzierte unter anderem Volker Schlöndorffs Fernsehfilm "Die verlorene Ehre der Katharina Blum". Witte wurde 82 Jahre alt.




    Leserkommentare




    Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


    captcha Absenden

    * Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


    Dokumenten Information
    Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
    Dokument erstellt am 2018-08-20 16:41:38


    Comicreader

    Comics auf dem Schirm

    Die Leseoberfläche... In der besten aller Welten gibt es ein standardisiertes Buchformat, und alle elektronischen Bücher sind damit kompatibel... weiter




    Comic

    Das Rätsel des 20. Jahrhunderts

    Coversujet des "Fun"-Comics. - © avant-verlag Endlos aufsteigende Fassaden, gleichmäßig angeordnete Fenster, die Verästelungen stählerner Brückengeländer und Hochbahn-Konstruktionen: Die Ästhetik... weiter





    Werbung



    Beliebte Inhalte

    Meistgelesen
    1. Höllische Augenzeugen
    2. Damals, als alles einfacher war
    3. Michel Houellebecq heiratet in aller Stille
    4. Presse-Mail bringt Innenministerium unter Beschuss
    5. Bildet Banden!
    Meistkommentiert
    1. Walter Hämmerle wird
      "WZ"-Chefredakteur
    2. Punkt! .
    3. "Beleidigen ist zum guten Ton geworden"
    4. Mehr Geld für Kunst und Kultur
    5. Die Liebe als verzweifelter Imperativ


    Quiz


    Tilda Swinton in einem Haute Couture Kleid des Designers Schiaparelli - das sich sogar in den Schuhen und Handschuhen optisch fortsetzt.

    Gruppenbild der Jury: Präsident Guillermo del Toro (4.v.l.) gewann im Vorjahr den Goldenen Löwen für "The Shape of Water". Ganz links Venedig-Chef Alberto Barbera im Gespräch mit Christoph Waltz, ganz rechts:Biennale-Präsident Paolo Barratta. Werbung für Die Single "Baby I Love You" im Magazin Billboard 1959.

    Sean Godwells Entwurf einer Kapelle erinnert beim ersten Auftritt des Vatikans auf der Architekturbiennale in Venedig auf den ersten Blick an einen aufklappbaren Würstelstand. Shepard Fairey vor seinem Mural am Wiener Flughafen.


    Werbung