Berlin. 1919 gründete der Architekt Walter Gropius im deutschen Weimar das "Staatliche Bauhaus". Nach den Schrecken des Ersten Weltkriegs wollte er mit einer neuen Gestaltung alltäglicher Dinge einen neuen modernen Menschen prägen. 1925 zog die Hochschule unter politischem Druck nach Dessau um, 1932 nach Berlin. Dort wurde sie kaum ein Jahr später von den Nazis geschlossen.

Unter dem Motto "Die Welt neu denken" erinnern im kommenden Jahr allein in Deutschland mehr als 500 Veranstaltungen an die Gründung der einflussreichen Talentschmiede vor 100 Jahren. Elf Länder, der Bund und die drei Bauhaus-Institutionen in Weimar, Dessau und Berlin haben sich für das Jubiläumsjahr zusammengeschlossen (www.bauhaus100.de).

Die Highlights des Programms:

VORHANG AUF! Eröffnungsfestival Unter der Schirmherrschaft des
vom 16. bis 24. Jänner in der deutschen Bundespräsidenten Akademie der Künste am Frank-Walter Steinmeier geht es Hanseatenweg, Berlin mit Musik und Theater, Tanz und Film, Vorträgen und Workshops vor
allem um Begegnungen mit der berühmten Bauhausbühne. Insgesamt
sind mehr als 25 Produktionen von mehr als hundert Künstlern aus
aller Welt zu erleben, darunter zehn Uraufführungen. Besonderer
Höhepunkt ist die Virtual Reality Installation "Das Totale Tanz
Theater" des amerikanischen Starchoreografen Richard Siegal
mit Musik der Einstürzenden Neubauten.

BAUHAUS IN ALLER WELT. Abschluss Eine große Gesamtschau geht so
eines internationalen umfangreich wie noch nie dem Ausstellungs- und weltweiten Einfluss des Bauhauses Forschungsprojekts vom 15. März bis in die Gegenwart nach. Unter bis 10. Juni im Haus der Kulturen dem Titel "bauhaus imaginista" der Welt, Berlin liefen dafür seit dem vergangenen Frühjahr an namhaften Museen in Japan, China, Russland und Brasilien Ausstellungsprojekte. In Indien, den USA, Marokko und
Nigeria gab es - ebenfalls gemeinsam mit den Goethe-Instituten vor Ort - ergänzende Workshops und Symposien. Die Ergebnisse werden
in Berlin zusammengeführt und mit einem Kapitel zur experimentellen
Arbeit des Bauhauses ergänzt.

DAS BAUHAUS KOMMT AUS WEIMAR. Der legendäre Bauhaus-Gründer
Jubiläumsausstellung der Klassik Gropius hatte schon 1925 eine
Stiftung Weimar vom 6. April 2019 Sammlung von 160 Werkstattarbeiten
bis 1. April 2029 angelegt, die besonders für die Handschrift der Schule standen. Sie ist mittlerweile auf 13.000 Objekte angewachsen. Dazu zählen etwa die berühmte Teekanne von Marianne Brandt, der Lattenstuhl
von Marcel Breuer und Paul Klees Gemälde "Wasserpark im Herbst".
Die Klassik Stiftung Weimar zeigt zur Eröffnung ihres neuen Museums
neben den Designikonen auch viele bisher nicht gesehene
Zeitdokumente. Das neue Haus soll zu einem Ort der Begegnung,
Offenheit und Diskussion werden.