Sie ist kleiner als die Konzertharfe und wohl auch wesentlich älter. Jetzt hat die UNESCO das Spiel auf der irischen Harfe zum Kulturerbe der Menschheit erklärt und auch die traditionelle Thaimassage Nuad Thai. Der zuständige UNESCO-Ausschuss nahm beides in seiner Sitzung in Bogotà  (Kolumbien) in die weltweiten Listen des Immateriellen Kulturerbes auf. Außerdem wurde die auch in Österreich praktizierte Wanderweidewirtschaft ("Transhumanz") zum Immateriellen Kulturerbe erklärt.

Zuletzt auf die Liste schafften es auch Kulturformen wie das Kwagh-Hir-Theater aus Nigeria, die Cölestinische Vergebungsfeier in Italien, der Karneval in Podence (Portugal) und die Prozessionen der Karwoche in Mendrisio (Schweiz). Außerdem hob der Ausschuss zwei gelungene Praxisbeispiele zum Erhalt des Immateriellen Kulturerbes hervor: die Erhaltung traditionellen Handwerks als Strategie der Friedenssicherung in Kolumbien und ein Programm zur Erhaltung der Tradition der "Gesegneten Palme" in Venezuela.

Als Immaterielles Kulturerbe definiert die UNESCO lebendige Traditionen aus den Bereichen Tanz, Theater, Musik, mündliche Überlieferungen, Naturwissen und Handwerkstechniken. Österreichisches Immaterielles Kulturerbe sind beispielsweise das Walzertanzen, die Wiener Heurigenkultur und das Reither Nikolausspiel. (apa)