Trotz Umbau und Ausweichquartier konnten die Verantwortlichen des "Wien Museums" für das abgelaufene Jahr eine positive Bilanz ziehen. Das Wien Museum konnte an seinen Standorten im Vorjahr insgesamt 532.903 Besucherinnen und Besucher empfangen. Das sind weniger als im Rekordjahr 2018 (573.867 Eintritte, Anm.), als vor allem die Otto-Wagner-Ausstellung für Andrang gesorgt hatte. Allerdings stand das Haupthaus am Karlsplatz, das derzeit umgebaut wird, ab Herbst 2019 nicht mehr zur Verfügung.

Schon seit Februar dient das MUSA beim Rathaus als Ausweichquartier. Dort wurde vor allem die Ausstellung "Das Rote Wien. 1919-1934" stark frequentiert. Mehr als 57.000 Menschen informierten sich bei der bis gestern, Sonntag, laufenden Schau über diese Epoche. Damit erreichte sie den fünften Platz der Sonderausstellungen des Wien Museums.

Zuwächse gab es laut der Mitteilung bei einigen Außenstellen. Im neu eröffneten Neidhart Festsaal in der Innenstadt wurden etwa 34 Prozent mehr Eintritte verzeichnet. Das erste Schließjahr des Hauses am Karlsplatz wurde zudem auch genutzt, um Objekte der Dauerausstellung auf Tournee zu schicken. 390.000 Besucher kamen zu den entsprechenden Ausstellungen in Japan und Frankreich.