Der Buchtitel macht neugierig: "Gott funktioniert nicht - Deswegen glaube ich an ihn". Der Autor Thomas Frings, geboren 1960, 1987 zum katholischen Priester geweiht, von 1991 bis zu seiner Amtsniederlegung im Jahr 2016 Pfarrer in Münster, schreibt darin über die Entwicklung seines persönlichen Glaubens.

"Warum ich glaube", "Was ich glaube", "Wie ich glaube" - so überschreibt Frings die drei Abschnitte des Buches, in denen es in erster Linie um Gott geht, nicht um die Institution Kirche. Für ihn steht fest: Auf Gott kann man sich keinen Reim machen. Gott sei auch kein Rätsel, das der Mensch zu lösen habe, sondern ein Geheimnis, er sei "nie Besitz, sondern immer ein zu Suchender". Kennzeichnend für den Charakter des Buches ist ein Dialog von Frings mit seinem Neffen, dem Firmling Lukas, der eine Fürbitte formulieren soll und Gott um "irgendwas gegen Hunger in der Welt, dass der verschwindet" bitten will. Es stellt sich heraus, dass Lukas bewusst ist, dass die Menschen selber etwas gegen dieses Problem tun müssen, dass er aber nichts dafür spenden will. Die Bitte, die letztlich entsteht, lautet: "Gott! Not und Elend in der Welt interessieren mich nicht wirklich. Hilf mir, dass ich mich und meine Haltung dazu ändere!"

"Es reicht nicht, dass wir Amen sagen und meinen, Gott wird’s tun", heißt es in einem aufrüttelnden modernen religiösen Lied. Thomas Frings hat das dazu passende Buch geschrieben.

Bilder und Texte

Wollen Sie in leicht lesbarer Form Näheres über das Leben des Heiligen Franziskus erfahren? Interessiert Sie, was den heutigen Papst, mit dem "poverello" aus Assisi verbindet? Dann ist das Buch mit dem Titel "Franziskus - In der Schule der Armut" die passende Lektüre. Das mit ganzseitigen Schwarz-Weiß-Bildern ausgestattete Werk ist einerseits künstlerisch gut gelungen, anderseits ergeben die kurzen Bildbeschreibungen eine vollständige, informative Biografie eines Generationen von Menschen prägenden Heiligen. Die Geschichte vom Kaufmannssohn, der von Christus den Auftrag "Geh hin und baue diese Kirche wieder auf!" erhielt und zum Anwalt der Armen und der Schöpfung wurde, berührt bis heute.

Der hochbetagte Künstler Luis Höfer, 1923 in Innsbruck geboren, war schon als Student an der Wiener Akademie für Angewandte Kunst von Franziskus fasziniert. In den Jahren 1989 und 1990 stellte er in einem 50-teiligen Bilderzyklus von Linolschnitten, der nun in Buchform vorliegt, prägende Ereignisse aus dessen Leben dar. Sein Landsmann, der 1946 in Lienz geborene Franziskanerpater Willibald Hopfgartner, ein promovierter Germanist, steuerte dazu treffliche Texte bei. Sie und eine Reihe gut ausgewählter Passagen aus Schreiben von Papst Franziskus offenbaren die "Freude am Evangelium" als gemeinsame Kraftquelle des heutigen Pontifex und des Heiligen von Assisi.