Mit einer "Do-it-Yourself" Anleitung den eigenen Seder-Teller für das bevorstehende jüdische Pessach-Fest basteln, virtuell durch Installationen der Collagekünstlerin Nancy Spero schlendern, oder musikalisch in das Hollywood von Hedy Lamarr eintauchen: das alles bietet das Jüdische Museum Wien mit seinem nun erweiterten Blog an auf www.jmw.at. In den verschiedenen Social-Media-Kanälen des Museums und unter  www.youtube.com/user/JewishMuseumVienna führt Direktorin Danielle Spera jeden Mittwoch und Sonntag um jeweils 17 Uhr durch Ausstellungen wie "Die Ephrussis. Eine Zeitreise". Außerdem ist die permanente Ausstellung "Unsere Stadt! Jüdisches Wien bis heute" mit Objekten von etwa Nancy Spero auf der Plattform Google Arts&Culture unter https://artsandculture.google.com/partner/jewish-museum-vienna vertreten. Und auf dem hauseigenen Spotify-Kanal finden sich stimmungsvoll kuratierte Playlisten mit Songs und Radiointerviewaufnahmen von Judy Garland bis Hedy Lamarr.

Sie stirbt zuletzt: Tocotronic will "Hoffnung" spenden

Mit einem neuen Song will die deutsche Rockband Tocotronic ihren coronageplagten Fans durch schwere Zeiten helfen: Der simpel "Hoffnung" betitelte Track wurde gestern auf Youtube und weiteren Streaminganbietern veröffentlicht. Das dazugehörige, ganz auf Schwarz-weiß-Bilder setzende Video (https://tocotronic.de) zeigt leer gefegte Metropolen auf der ganzen Welt, darunter auch ein Schwenk über den Wiener Rathausplatz. Zu elegischen Klängen singt Frontmann Dirk von Lowtzow Sätze wie "Aus jedem Ton spricht eine Hoffnung auf einen Neuanfang". Tocotronic wollen aber nicht nur den Hörern Hoffnung spenden, sondern rufen auch zu finanziellen Zuwendungen für Sea-Watch e.V. sowie Ärzte ohne Grenzen auf.

Bruckner Orchester Linz lässt ins Homeoffice blicken

Unter dem Motto "Wir sind Bruckner. Wir sind Oberösterreich. Wir sind Welt. Wir gehören zusammen!" hat das Bruckner Orchester Linz einen kurzen Videoclip online gestellt, der Mitglieder des Klangkörpers in ihren eigenen vier Wänden zeigt. Gespielt wird dabei natürlich auch, und zwar das Finale von Bruckners Achter Symphonie. Außerdem stellen sich einzelne Musiker persönlich vor. Zu sehen sind die Video- und Fotobeiträge auf allen Social-Media-Kanälen des Orchesters, unter anderem auf www.youtube.com/brucknerorchesterlinz. Und an die Hörerschaft gerichtet heißt es natürlich auch: "Bleiben Sie gesund!"

Durch das Liechtensteinische Landesmuseum schlendern

Was hierzulande für alle Ausstellungshäuser gilt, ist auch bei unseren westlichen Nachbarn so: Das Liechtensteinische Landesmuseum ist coronabedingt geschlossen, kann aber dennoch erkundet werden. Auf virtuellen Weg kann man unter www.landesmuseum.li/Besuch/tabid/82/Default.aspx durch die Räume schlendern und sich auf mehr als 1500 Quadratmeter umsehen. Insgesamt gibt es mehr als 3000 Exponate, die auf Interessierte warten. "Sie erzählen viel über die spannende Geschichte, die interessante Kultur und die besonders vielfältige Natur des Fürstentums Liechtenstein", heißt es in der Ankündigung. Zeit also für einen Ausflug in den souveränen Kleinstaat im Herzen der Alpen.

"The Cindy Sherman Effect" im Kunstforum Wien

In Zeiten von Selfienarzissmus und Influencerhype stellen sich zeitgenössische Künstler in "The Cindy Sherman Effect" Fragen zu Identität und Selbstdarstellung. Das Kunstforum Wien hat jetzt angesichts der Coronasperre ein Onlinepaket zur geschlossenen Ausstellung geschnürt. Ein Rundgang ist mit der angebotenen App (www.kunstforumwien.at/de) möglich. Kuratorin Bettina M. Busse beantwortet zusätzlich Publikumsfragen in kurzen Videoclips. Zu Gast im Salon der Kunstfigur Viktoria Pfefferstein kann man am 10., 17. und 24. April, jeweils am frühen Abend sein. In diesen intimen Videogesprächen in kleinem Kreis kann man sich mit anderen Kunstinteressierten sowie der geselligen Gastgeberin austauschen. Die Anmeldung zum Salon sowie Fragen an die Kuratorin unter vermittlung@kunstforumwien.at. (apa)