An drei Abenden, mit 41 Teilnehmerländern, einer Expertenjury, und doch nicht ganz der echte Eurovision Song Contest: Nachdem der Musikwettbewerb, der eigentlich Mitte Mai im niederländischen Rotterdam über die Bühne hätte gehen sollen, wegen der Coronakrise abgesagt wurde, feiert der ORF nun zumindest virtuell. Heute, Dienstagabend,  ist der Auftakt der auf drei Teile angelegten Show "Mr. Song Contest proudly presents - Der 'kleine' Song Contest", bei dem ESC-Veteran Andi Knoll die Videos aller heuer gesetzten Teilnehmer vorstellt. Über sie wird dann eine Jury aus Song-Contest-Altstars wie Waterloo, Cesar Sampson oder Conchita abstimmen. Das Publikum kommt dann nach Show Nr. 3 am Samstag zum Zug, wenn es aus den drei von der Jury gekürten Tagessieger schließlich den ORF-ESC-Hit 2020 ermittelt. (https://tv.orf.at/highlights/orf1/200414_der_kleine_songcontest100. html)

Die Sächsische Staatskapelle Dresden wandert ins Netz

In Zeiten der Coronasperren hat sich auch die 1548 gegründete Sächsische Staatskapelle Dresden ins Internet aufgemacht. Immer mittwochs bieten das Orchester und sein Chefdirigent Christian Thielemann um 18 Uhr den kostenlosen Stream eines Konzerthighlights der vergangenen Jahre. Vorerst bis zum 6. Mai terminiert, sind die Videos jeweils für 48 Stunden abrufbar. Am Mittwoch steht ein Programm aus Busoni und Brahms aus 2013 an, wobei für das Klavierkonzert Nr. 2 von Letzterem Konzertpianist Maurizio Pollini gewonnen wurde. (www.staatskapelle-dresden.de/mediathek/mittwochsmitschnitt/)

Kunstschau im virtuellen Wald

Eine Covid-19 Partitur, ein "Wohl- und Notstands" Gedicht, oder die bezeichnende Fotografie "corona shutdown", auf der ein Mann mit Atemmaske vor einem Schild mit den Lettern "Ristorante" steht. "Zurück in die Freiheit" heißt die digitale Outdoor-Galerie des Künstlerbundes Südtirol #ArtigAtHome. Nach dem Streetview-Prinzip kann man auf  durch einen virtuellen Wald schlendern, in dem Fotografien, Collagen, Gedichte oder Kompositionen montiert sind. Die Werke der über 130 beteiligten Künstler gibt es in einem Online-Shop auf https://www.kuenstlerbund.org/de/artigathome für 100 Euro als Bilddateien zu erwerben. Die Erträge gehen zur Hälfte an die Künstler, der andere Teil wird für wohltätige Zwecke gespendet.

(www.kuenstlerbund.org/virtualgallery/)

Die Volksoper präsentiert ihre Schätze

Auch die Wiener Volksoper sucht in Zeiten der coronabedingten Sperre des Hauses am Gürtel ihr temporäres Zuhause im virtuellen Raum: Auf der Klassikplattform www.myfidelio.at ist der Bühne von Intendant Robert Meyer nun ein Programmschwerpunkt gewidmet. Zu sehen sind acht Produktionen der vergangenen Jahre - vom Operettenerfolg "Axel an der Himmelstür" über die Kinderoper "Antonia und der Reißteufel" bis zum Klassiker "Das Land des Lächelns" in Klaus Maria Brandauers Inszenierung aus 1996 mit dem legendären, mittlerweile verstorbenen Johan Botha.

(www.myfidelio.at)

Klagenfurter Ensemble stellt seine Schätze zur Verfügung

Vor wenigen Monaten feierte das Klagenfurter Ensemble sein 40-jähriges Bestehen. Theater vor realen Zuschauern ist den Jubilaren derzeit aber wie allen Theatertruppen nicht möglich. Für die Freunde der in der Kärntner Landeshauptstadt beheimateten Gruppe stellt man deshalb nun Schätze aus dem Archiv kostenlos zur Verfügung. 17 Stücke sind derzeit abrufbar - von "Scheißen Tag" aus 2011 bis zur jüngsten Eigenproduktion "Das Mädchen aus der Streichholzfabrik" von heuer. (http://klagenfurterensemble.at/videos)

Neue Plattform für freischaffende Musiker

Besonders freischaffende Musiker leiden derzeit unter den fehlenden Auftrittsmöglichkeiten im Zuge der Coronakrise. Der junge Wiener Geiger Daniel Auner hat nun zur Unterstützung der Kollegenschaft die Plattform www.konzertsaal.at initiiert. Auf dieser können Musiker digitale Konzerte geben, für die die Zuschauer ebenso digitale Konzertkarten kaufen. Nach der Liveperformance sind die Videos dann noch eine Woche abrufbar, wobei die Einnahmen direkt den Künstlern zugutekommen.