In der aktuellen Zusammenfassung der Netzkulturtipps für Zuhause finden sich unter anderen: Ethnocineca startet Internetausgabe, das Literaturhaus zeigt Kurzvideos heimischer Literaten, Markus Koschuh initiiert Nachrichtensatire und Kunstführungen durch Favoriten.

Ethnocineca für zu Hause

Wer trotz gelockerter Coronabeschränkungen lieber in der Sicherheit der heimischen Couch bleibt, für den bietet das Wiener Filmfestival Ethnocineca ab Donnerstag (7. Mai) die Möglichkeit, aktuelles Filmschaffen online zu genießen. Unter dem Motto "8 Tage - 8 Filme" sind bis zum 14. Mai acht Österreichpremieren in einer Onlineausgabe des abgesagten Festivals zu genießen, das eigentlich 50 Arbeiten im Talon gehabt hätte. Das Rote Band der daraus destillierten acht Dokumentarwerke sind die Überthemen Warten und Handeln. Was gleich bleibt im Vergleich zur analogen Ausgabe, sind die Preise. So werden auch heuer fünf Auszeichnungen samt Dotierungen vergeben - vom österreichischen Dokumentarfilmpreis bis zum Preis für den besten ethnographischen Film. Bekanntgegeben werden die Gewinner am 11. Mai. (www.ethnocineca.at/onlinefestival)

Literaturhaus Wien präsentiert bis Ende August Kurzvideos heimischer Autoren

Unter dem Titel "Keine | Angst vor der Angst - revisited" präsentiert das Literaturhaus Wien ab heute, Montag, bis zum 31. August Kurzvideos österreichischer Autorinnen und Autoren. Dabei handelt es sich um die Fortsetzung der seit Anfang April laufenden virtuellen Ausstellung, in der sich Schriftsteller in knappen Videobeiträgen mit dem Thema "Angst" vor dem Hintergrund der aktuellen krisenhaften Situation befassen. An den Start gehen vorerst sechs Kurzvideos von u.a Andrea Grill, Hanno Millesi, Judith Nika Pfeifer und Lisa Spalt. Bis Ende Juni kommen wöchentlich neue Videobeiträge hinzu (www.literaturhaus.at und www.erichfriedtage.com). Die ursprüngliche Ausstellung entstand anlässlich des Internationalen Literaturfestivals Erich Fried Tage Ende November 2019 und präsentiert 25 Text-, Bild-, Film- und Video-Beiträge von Mitgliedern der Internationalen Erich Fried Gesellschaft - darunter Friederike Mayröcker, Sabine Gruber und Josef Haslinger.

Nachrichtenkonsum mit Satiregarantie aus Tirol

Dass Lachen die beste Medizin ist, gilt in Zeiten, in denen gegen den Coronavirus noch kein Impfstoff gefunden ist, vermutlich mehr denn je. Dazu passend hat der Tiroler Kabarettist Markus Koschuh ein Onlinesatireformat entwickelt, das den aktuellen Nachrichtenexzess karikiert und weiterführt. "Journal im Bild" nennt sich die neue Schiene, die künftig drei Mal wöchentlich auf Youtube zu sehen sein wird - jeweils montags, mittwochs und freitags. Der Auftakt wird am Mittwoch (6. Mai) gefeiert. "Manches wird so gut erfunden sein, das es wahr sein könnte", verspricht der humoristische Anchorman in seiner Ankündigung. (www.youtube.com/c/markuskoschuh1)

Zu Fuß und ganz real durch Favoriten

Die Lockerungen der Coronabeschränkungen machen es möglich: Kunst auch wieder ganz analog erleben. So können Kunstfreunde am Samstag (9. Mai) wieder persönlich und leibhaftig an Führungen durch das Outdoorprojekt "Fokus Favoriten" im gleichnamigen Wiener Arbeiterbezirk teilnehmen - solange unter anderem Mundschutz getragen und die Gruppengröße von maximal zehn Personen nicht überschritten wird. Gemeinsam mit dem Kuratorenteam geht es entlang der temporären Kunstprojekte entlang der Favoritenstraße zwischen Sonnwendplatz und Viktor-Adler-Markt. Noch bis September werfen hier die Künstlerinnen und Künstler einen ganz eigenen Blick auf den Wandel Favoritens von der Proletarierhochburg zum modernen Stadtteil. Voranmeldung erforderlich unter office@koer.or.at oder unter 01/36101990.