Madonna, Cate Blanchett, Robert de Niro, Vanessa Paradis oder Julianne Moore: Rund 200 Künstler und Wissenschafter fordern dazu auf, nach der Coronakrise Lebensstil, Konsumverhalten und Wirtschaft grundlegend zu verändern. Unter dem Titel "Nein zu einer Rückkehr zur Normalität" fordern sie in der französischen Tageszeitung "Le Monde" zu radikalen Veränderungen auf allen Ebenen auf.

"Der Befund ist einfach: Anpassungen reichen nicht mehr, das Problem ist systemimmanent", heißt es in dem Beitrag. Die Covid-19-Pandemie sei eine Tragödie. Sie sei jedoch eine Gelegenheit, wesentliche Fragen zu stellen. Dazu gehöre die Beziehung der Menschen zur Natur. Es bestehe kein Zweifel mehr an der existenziellen Bedrohung des Lebens auf der Erde, schreiben die Unterzeichner.

"Im Gegensatz zu einer Pandemie, so schwerwiegend sie auch sein mag, handelt es sich um einen globalen Zusammenbruch, dessen Folgen unermesslich sein werden", so ihre Überzeugung. Die Kolumne geht auf die Initiative der französischen Schauspielerin Juliette Binoche und des Astrophysikers Aurélien Barrau zurück. (apa)