Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will der durch die Coronapandemie gebeutelten Kulturszene mit Ausgleichsfonds und öffentlichen Aufträgen helfen. Die Orte der Kreativität müssten wieder zum Leben erweckt werden, sagte der Staatschef am Mittwoch nach einer Videokonferenz mit Künstlern und Kulturvertretern.

Zu den angekündigten Maßnahmen gehört ein Entschädigungsfonds für Serien- und Filmaufnahmen, die wegen der Krise abgesagt werden mussten. Über die Entschädigung soll "von Fall zu Fall" entschieden werden, wie der Staatschef von seinem Pariser Amtssitz aus erklärte.

Die öffentlichen Aufträge sollen für die Bereiche Kunsthandwerk, Literatur sowie darstellende und bildende Kunst bestimmt sein. Den freiberuflichen Künstlern und Technikern des Kulturbetriebs versprach Macron eine Verlängerung ihrer Arbeitslosenentschädigung bis August 2021.

Großveranstaltungen verboten

In den vergangenen Tagen war die Kritik an mangelnder Unterstützung der Kultur immer lauter geworden. Zu Beginn der Krise wurde ein Hilfsfonds von 22 Millionen Euro eingerichtet, davon gingen 10 Millionen an die Musikbranche, 5 Millionen an die darstellenden Künste, 5 Millionen in den Buchsektor und 2 Millionen in die Kunst.

In Frankreich sind in diesem Sommer alle Großveranstaltungen verboten, an denen mehr als 5000 Menschen teilnehmen. Kleinere Museen, Galerien und Buchläden dürfen ab 11. Mai wieder öffnen. Seit 17. März herrscht Ausgangssperre. (apa)