Die für Kultur zuständigen EU-Minister wollen sich am Dienstag (19. Mai) in einer informellen Videokonferenz über die schrittweisen Lockerungen der Coronamaßnahmen für den Kultursektor und die Lehren aus der Krise austauschen. Ulrike Lunacek (Grüne), die am vergangenen Freitag ihren Rücktritt als Staatssekretärin für Kunst und Kultur bekannt gab, werde auf Botschafterebene vertreten.

Österreich wolle die Themen gerechte Bezahlung im Kulturbereich und Geschlechtergerechtigkeit thematisieren, teilte das Kulturministerium mit. Die EU-Mitglieder haben sich bereits mit Ausnahme Ungarns auf eine Deklaration geeinigt, in der die dringende Unterstützung der Kultur- und Kreativsektoren durch die Länder und die EU hervorgehoben wird, um die Kulturschaffenden und Institutionen in dieser schwierigen Situation abzusichern.

Wie wirkt sich die Krise auf die Jugend aus?

Familienministerin Christine Aschbacher (ÖVP) nimmt unterdessen an einem ebenfalls am Dienstag stattfindenden Austausch der Jugendminister teil. Dabei werden die zuständigen Minister den Zugang junger Menschen zu Diensten wie zum Beispiel Gesundheit und Beratung sowie Beschäftigungsmöglichkeiten besprechen, wie am Montag aus Ratskreisen verlautete. Des weiteren geht es um die Teilhabe der Jugend an etwaigen Maßnahmen auf nationaler und EU-Ebene zur Unterstützung des Jugendsektors.

Die kroatische EU-Ratspräsidentschaft hat zudem einen Vertreter des Europäischen Jugendforums eingeladen, um den EU-Ministern die Gelegenheit zu bieten, sich auszutauschen und einen Einblick in Jugendorganisationen zu verschaffen, die auf die Bedürfnisse junger Menschen während der Pandemie eingehen. Ratskreisen zufolge hat die Coronapandemie sehr negative Auswirkungen auf den Jugendsektor, insbesondere in Bezug auf Mobilität, Jugendprogramme und -aktivitäten. Auch das Wohlbefinden und die Beteiligung junger Menschen an Entscheidungsprozessen sind dadurch eingeschränkt.(apa)