Die Öffnung des kulturellen Lebens zeichnet sich ab, dennoch gibt es noch genügend Bedarf und Angebot für Kunst in den eigenen vier Wänden.

Bühne für "ein Millionenpublikum": Neue Plattform Comedypalast.at startet am 5. Juni

"Ein Millionenpublikum" stellt die neue Plattform Comedypalast.at in Aussicht: Das Kabarettprojekt will das Liveerlebnis in den Vordergrund rücken und in der Coronapandemie "eine virtuelle Bühne und die perfekte, technische Lösung für Künstler und Veranstalter" sein. Los geht es am 5. Juni mit Wir Staatskünstler, wenn Robert Palfrader, Thomas Maurer und Florian Scheuba ein "brandaktuelles Special" präsentieren, wie es heißt. Tickets dafür können jetzt schon erworben werden. An ein baldiges Ende ist beim Comedypalast jedenfalls nicht gedacht, betonten die Entwickler Iwaves Media und Brokkoli Advertising Network, sei die Plattform doch als "langfristige Lösung" geplant.

Reise in die Vergangenheit: Arte streamt Konzert von Agnes Obel

Nur eine Woche vor Inkrafttreten der Veranstaltungsbeschränkungen im Zuge der Coronakrise war die dänische Musikerin Agnes Obel noch in Wien zu Gast. Bei dem beeindruckenden Auftritt in der Arena stellte sie ihr aktuelles Album "Myopia" vor. Wer das verpasst hat, kann dank Arte immerhin etwas weiter zurück in die Vergangenheit reisen: 2016 trat Obel im Pariser College des Bernardins auf, gerade auf Tour mit dem gesellschaftskritischen "Citizen of Glass". Das etwas mehr als einstündige Vergnügen ist via Arte-Mediathek (http://go.apa.at/jQIJgvq0) bis 18. Juli abrufbar.

Musikalische Momente: Robert Kovacs spielt die Orgel im Wiener Konzerthaus

Seit 12. April bespielt das Wiener Konzerthaus seine Website mit der Reihe "Moments Musicaux": Dreimal pro Woche gibt es Darbietungen aus dem coronabedingt leeren großen Konzerthaussaal. Und groß ist auch das richtige Stichwort für die 20. Folge am morgigen Dienstag (19 Uhr auf www.konzerthaus.at), wird doch der ungarische Musiker Robert Kovacs die Orgel des Hauses zum Erklingen bringen. Auf dem Programm stehen dabei Werke von Schumann, Liszt oder Grieg. Am Donnerstag geht es dann mit dem Duo David Helbock (Klavier) und Lorenz Raab (Trompete) weiter, bevor am Sonntag Emmanuel Tjeknavorian, Dominik Wagner und Christoph Sietzen sich etwa an Gershwins "Rhapsody in Blue" versuchen.

Heimisch schmeckt's am besten: FM4 feiert österreichische Musik

Unter dem Motto "We Celebrate Austrian Music" widmet sich der Radiosender FM4 ab sofort noch stärker der heimischen Musikszene. Hat man sich schon bisher dieser Aufgabe mit Projekten wie dem "Soundpark" intensiv angenommen, kommt nun etwa der neue "Austrian Act of the Day" hinzu. Dieser wird täglich von der "Morningshow" bis zur "Homebase" entsprechend gewürdigt und vorgestellt. Weiterhin zur Primetime gibt es jeden Donnerstag ab 19 Uhr die "Soundpark"-Sendung sowie die fünfstündige Version in der Nacht von Sonntag auf Montag, zudem wird via http://fm4.orf.at in der Rubrik "Soundpark Weekly" über die wichtigsten Neuigkeiten der österreichischen Szene informiert. "Radio FM4 sieht sich seit seiner Gründung als Partner und überzeugter Unterstützer der hiesigen Kreativszene", teilte man mit. Gerade aufgrund der für die Musikbranche besonders weitreichenden Auswirkungen der Coronakrise drehe man daher "jetzt das Scheinwerferlicht noch ein bisschen heller."(apa)