Ehe am 5. Juni der Wiener Musikverein seinen - vorerst noch eingeschränkten - Konzertbetrieb wieder aufnimmt, gibt es am 1. Juni einen Rückblick auf einen Höhepunkt der im März abgebrochenen Saison: Im Jänner stand der Filmkomponist und fünffache Oscar-Gewinner John Williams im Goldenen Saal am Pult der Wiener Philharmoniker und hatte dabei Geigerin Anne-Sophie Mutter an seiner Seite. Von "Jurassic Park" bis "Harry Potter", von "E.T." bis zum "Weißen Hai" und zu "Star Wars" ließ sich das Orchester vom 87-Jährigen bereitwillig durch dessen üppige, romantische Filmmusiken führen. Rund 20 Mal gab es dafür Standing Ovations. Alleine die Zugaben dauerten fast eine Stunde. Servus TV zeigt den Konzertmitschnitt am kommenden Montag ab 10 Uhr, das dazugehörige Album "Wiener Philharmoniker & John Williams" erscheint am 14. August bei der Deutschen Grammophon.

Die Salzburger Autorin Laura Freudenthaler ("Die Königin schweigt", "Geistergeschichte") wiederum gibt auf ihrer eigens geschaffenen Website www.laurafreudenthaler.eu Einblicke in ihr Schreiben. Die virtuelle Ausstellung entstand in Zusammenhang mit dem Literaturpreis der Europäischen Union, den sie im Herbst 2019 erhalten hatte. Zu erkunden ist die digitale Poesie zeitlich begrenzt, im Herbst geht sie offline und wandert zeitgleich zwischen zwei Buchdeckel. Die auf der Website zu findenden Texte sind mit "Interglazial" und "Ein Raum ist eine Möglichkeit" überschrieben. Darin macht sich Freudenthaler Gedanken über "die Schriftstellerin und Autorin, die Rolle, die öffentliche Person, das Bild", wie es in der Ankündigung heißt. "Es geht um Wahrnehmung und Welt, um die Zeit, um Bedingungen und Umstände, Erwartungen und Forderungen." (apa)