"Warum brauchen wir die Architektur-Biennale?" Dieser Frage gehen u.a. Peter Mörtenböck und Helge Mooshammer, Kuratoren des österreichischen Pavillons der auf 2021 verschobenen Architekturbiennale in Venedig, am Dienstag im Rahmen der Diskussion "di*talks #3"von "architektur in progress" auf den Grund.

Aufgrund der dem Coronavirus geschuldeten Verschiebung sei nun Zeit, "um uns Gedanken über wesentliche, gesellschaftliche Veränderungen zu machen", so die Ankündigung. "Covid-19 hat nicht nur die wichtigste, internationale Architekturausstellung um ein Jahr versetzt, die Pandemie hat Venedig zumindest vorübergehend von den Folgen des Massentourismus und Umweltbelastungen befreit - eine glasklare Lagune ist das Ergebnis", so die Veranstalter. Daher widmet man sich ab 18 Uhr unter anderem der Frage, welche Veränderungen eine Architekturbiennale bewirken kann und wohin sie sich entwickeln sollte. "Wer besucht denn mehrheitlich die Biennale, und welche Informationen und Themen werden dort wie vermittelt?", lautet eine weitere Frage.

Beschäftigen will man sich auch damit, ob sich in den Giardini und im Arsenale "nur das 'Who is Who' der internationalen Architekturszene zur exklusiven Nabelschau zwischen V.I.P-Partys und Medienevents an den Eröffnungstagen" treffen, oder ob Vermittlung und Austausch im Rahmen dieser internationalen Ausstellung gesellschaftliche Veränderungen bewirken können.

Auf dem Podium finden sich neben Mörtenböck und Mooshammer auch Verena Konrad, Kommissärin des Pavillons 2018, Elke Delugan Meissl, Kommissärin im Jahr 2016 und Peter A. Staub vom Institut für Architektur und Raumentwicklung an der Universität Liechtenstein. Im Rahmen des Livestreams wird es möglich sein, per Chat Fragen an die Vortragenden zu richten.