Die Brucknerhaus-Saison 2020/2021 steht unter dem Motto "Zeit", ergänzt um die Erklärungen "Gleichzeitig - (Un-)zeitgemäß - Zeitlos". In nahezu allen Veranstaltungen soll darauf Bezug genommen werden. Der Intendant des Linzer Brucknerhauses Dietmar Kerschbaum rechnete bei der Programmpräsentation am Mittwoch mit weiteren Lockerungen der durch Covid-19 bedingten Einschränkungen ab dem Herbst.

Bereits äußerlich lässt das Saisonprogramm-Buch 2020/21 mit über 200 Seiten Umfang zu 221 Veranstaltungen die Vielfalt des Veranstaltungsangebotes im Linzer Brucknerhaus erahnen. Die Bandbreite des Gebotenen ist umfassend - beginnend bei den klassischen Konzerten mit heimischen und internationalen Orchestern, Solisten und Ensembles über Jazz- und literarische Veranstaltungen bis zum Kinder- und Jugendschwerpunkt.


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Breiten Raum werden Mozart und Schostakowitsch einnehmen. Neben dem Bruckner Orchester Linz (mehrfach unter seinem Chef Markus Poschner) kommen u.a. auch das Russian National Orchestra, die Ungarische Nationalphilharmonie, das russische "Svetlanov"-Orchester (unter Michail Jurowski) und die Filarmonica della Scala (unter Riccardo Chailly) ins Brucknerhaus. Am Konzertflügel werden u.a. Elisabeth Leonskaja, Pierre-Laurent Aimard und - gleich mit fünf Konzerten - Kit Armstrong zu hören sein. Mit dem Schauspieler John Malkovich hält Hollywood-Flair Einzug in Linz. Stimmlich bringen sich solistisch Thomas Quasthoff (Jazz), Stephanie Houtzeel (Mezzosopran), Timna Brauer, Rebekka Bakken (Sopran), Sarah Maria Sun (Sopran) und Samuel Hasselhorn (Bariton) ein.

Neue Programmschienen lassen die Zusammenarbeit des Brucknerhauses mit Linzer Museen, der Linzer Kunstuniversität und dem Linzer Musikgymnasium erwarten. Der junge deutsche Komponist Oscar Jockel wird als "Composer in residence" die nächste Saison im Brucknerhaus mitgestalten.

Er gehe davon aus, dass es im Herbst zu weiteren Lockerungen für Konzertveranstaltungen kommen wird, sagte Kerschbaum. Auch für das bevorstehende Linzer Brucknerfest im Herbst gebe es bis dato keine Einschränkungen. Sollte es jedoch zu welchen kommen, gebe es - so der Intendant - einen "Plan B", der unter anderem vorsieht, dass bestimmte Konzerte zweimal aufgeführt werden. Ein erster Versuch findet bereits Anfang Juli im Brucknerhaus statt: Zwei Sonntags-Matineen der Wiener Akademie unter Martin Haselböck werden am 5. und 12. Juli jeweils dreimal gespielt.

Burgtheater bietet "Apropos Gegenwart"-Gesprächsreihe als Podcast

Das Burgtheater hat Gefallen an digitalen Formaten gefunden: Am Freitag startet eine Podcast-Reihe, die es ermöglicht, die bisherigen Gespräche der Reihe "Apropos Gegenwart" nachzuhören. In der seit Saisonbeginn laufenden Gesprächsreihe sprachen Isolde Charim und Sasha Marianna Salzmann in monatlichem Wechsel mit u.a. dem Zeithistoriker Philipp Ther oder der Politikwissenschafterin Ulrike Guerot.

Das Konzept der Eins-zu-eins-Gespräche sieht vor, Gäste aus Literatur, Publizistik und Philosophie zum intimen Dialog zu zweit zu laden, um "Klartext zu aktuellen gesellschaftlichen Themen" zu sprechen. Die Reihe wird in der Saison 2020/21 fortgesetzt. Gestartet wird am Freitag mit Ther, mit dem Charim vergangenen Herbst über die jüngsten politischen Entwicklungen in Österreich und ihre Bedeutung für Europa sprach. Jeweils am Freitag wird im Laufe des Juni eine neue Folge publiziert.(apa)