Der Bund erhöht aufgrund der Auswirkungen der Coronakrise seine diesjährige Förderung für das "IG Netz" von 300.000 auf 500.000 Euro. Das gab Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer (Grüne) am Freitag bekannt. Die außerordentliche Zusatzfinanzierung soll der sozialen Absicherung von darstellenden Künstlern zugutekommen.

"Neben der Unterstützung für selbstständige Künstlerinnen und Künstler durch den Überbrückungsfonds setzt der Bund mit dieser Maßnahme auch ein wichtiges Zeichen für Anstellungen von Kunstschaffenden in der freien Szene", so Mayer laut Aussendung. Das "IG Netz" wurde 1991 ins Leben gerufen, um Zuschüsse zu Arbeitgeberkosten für Vereine und Theatergruppen in der freien Theaterszene zu übernehmen und so sichere Anstellungen für Künstlerinnen und Künstler zu ermöglichen. Administriert wird dieser Fonds von der IG Freie Theaterarbeit.

Darüber hinaus freute sich Mayer, dass heuer – nach jahrelangen Verhandlungen – zum ersten Mal sechs Bundesländer (Burgenland, Kärnten, Steiermark, Tirol, Vorarlberg und Wien) in das IG Netz einzahlen. Von Oberösterreich gebe es ebenso positive Signale. "Das zeigt, dass das Bewusstsein für die Wichtigkeit von Anstellungen im Bereich der freien Szene insgesamt steigt," so Mayer abschließend.(apa)