Angesicht des derzeitigen Lockdowns streamen auch die Philosophen. Die seit sieben Jahren einmal jährlich organisierte "Nacht der Philosophie" hat die Gesellschaft für angewandte Philosophie heuer ins Internet verlegt, nachdem bereits von Mai auf November verschoben werden musste. Statt in Kaffeehäusern wird nun auf der Online-Plattform Zoom diskutiert, reflektiert und philosophiert. Dafür hat man sich diesmal drei Nächte Zeit genommen, nämlich von 17. bis 19. November.

Die bisherige Themenliste umfasst etwa "Wahrheit, Rhetorik & Lüge im öffentlichen Diskurs" (Regula Staempfli und Alexander Tschernek am 17. Nov., 19 Uhr), "Der Mensch NACH der Krise?" (Cornelia Bruell am 18. Nov., 19 Uhr) oder "Gelassenheit und wie man dazu kommt" (Ursula Baatz am 19. Nov., 19 Uhr). Interessierte melden sich per E-Mail direkt bei den jeweiligen Philosophen an, die Liste dazu gibt es sowohl in der Facebook-Gruppe "Nächte der Philosophie" als auch auf www.gap.or.at.

Am 17. November, 17.30 Uhr, kann man außerdem bei einem Stream des Wiener Passagen Verlags, der gemeinsam mit der Universität Zürich und dem Theater Neumarkt Zürich organisiert wird, einem Gespräch zwischen dem Philosophen und Verleger Peter Engelmann und der französischen Schriftstellerin Helene Cixous folgen. Die 83-Jährige, die in Algerien geboren wurde, ist seit 1968 eine der prominentesten Exponentinnen einer vielfältigen Auseinandersetzung mit Literatur, Psychoanalyse und Gesellschaft im Zeichen des Feminismus.

Cixous veröffentlichte unzählige Romane und Essaybände und schrieb u.a. für das Theatre du Soleil einige Stücke. "Peter Engelmann spricht mit ihr über das Verhältnis von Leben und Literatur, ihre Freundschaft mit Jacques Derrida und das Schreiben in Zeiten der Pandemie", heißt es in der Ankündigung. Das Gespräch kann über den Youtube Kanal des Passagen Verlags (www.passagen.at) verfolgt werden. (apa)