Das Jüdische Museum Wien (JMW) hat im Vorjahr trotz vieler coronabedingter Schließtage und anderer Einschränkungen ein Plus verzeichnen können - zumindest bei den Jahreskarten. 527 Dauertickets bzw. Gutscheine für solche wurden 2020 verkauft. Das ist eine Steigerung von 167 bzw. 46 Prozent gegenüber 2019, freute man sich am Dienstag über die "Treue" der Museumsbesucherinnen und -besucher. Diese sind ab 8. Februar wieder an den beiden Standorten willkommen.

"Zum Erfolg beigetragen hat neben den beiden erfolgreichen Wechselausstellungen auch die befristete Weihnukka-Aktion des Museums, bei der die Jahreskarte für kurze Zeit um nur 28 Euro erhältlich war (statt regulär 32 Euro)", hieß es in einer Aussendung. Zufrieden zeigte sich das JMW auch mit der Bilanz der beiden Wechselausstellungen.

Die Schau "Die Ephrussis. Eine Zeitreise", die von 6. November 2019 bis 4. Oktober 2020 im Haupthaus in der Dorotheergasse zu sehen war, lockte rund 58.000 Menschen ins Museum. "Lady Bluetooth. Hedy Lamarr" am Standort Judenplatz zog zwischen 27. November 2019 und 25. Dezember 2020 knapp 30.500 Besucherinnen und Besuchern an.

Ab 8. Februar wieder geöffnet

Dank der am Montag verkündeten Lockerungen der Corona-Maßnahmen, die einen Museumsbetrieb unter bestimmten Auflagen ermöglichen, öffnet das JMW ab 8. Februar wieder seine Pforten. In der Dorotheergasse zeigt die Ausstellung "Die Wiener in China. Fluchtpunkt Shanghai", wie "die Stadt über dem Meer" zur Zuflucht vieler österreichischer Jüdinnen und Juden wurde und welche Herausforderungen das Leben in der neuen fremden Heimat mit sich brachte.

In der Dependance am Judenplatz kann die neue Schau "Herzls Töchter - 100 Jahre WIZO. Wiener Frauen für Israel" besucht werden. Diese erzählt die hundertjährige Geschichte sowie das Wirken der WIZO - Women's International Zionist Organization - Österreich und dokumentiert die Vernetzung von Jüdinnen auf nationaler und internationaler Ebene. (apa)