Nach einer mehr als fünf Jahre dauernden Restauration ist die umstrittene Goldene Kutsche des niederländischen Königs Willem-Alexander erstmals wieder zu sehen. Im Amsterdam Museum eröffnete der König am Donnerstag eine Ausstellung zur Geschichte der Kutsche. Wegen als rassistisch geltender Malereien ist sie für viele ein Symbol für Sklaverei und Rassismus im niederländischen Kolonialreich.

Aufwendige Ausstellung

Das Amsterdam Museum für Stadtgeschichte zeigt in der sehr aufwendig gestalteten Ausstellung die Geschichte der Kutsche und beleuchtet auch die Rassismus-Debatte. Umstritten sind Illustrationen mit dem Titel "Huldigung der Kolonien". Abgebildet ist dort eine weiße Frau auf einem Thron, zu ihren Füßen knien schwarze Menschen und bieten Geschenke an. Ob König Willem-Alexander und seine Frau Máxima jemals wieder in der Kutsche fahren werden, ist noch nicht entschieden.

Die gut 120 Jahre alte Kutsche ist ein wichtiges Symbol der niederländischen Monarchie. Amsterdamer Bürger hatten sie der früheren Königin Wilhelmina 1898 zur Thronbesteigung geschenkt. Traditionell fährt das Königspaar einmal im Jahr, im September, zur Eröffnung des parlamentarischen Jahres in dieser Kutsche zum Parlament.(apa/dpa)