Dass manche der Covid-Hilfsfonds für Künstlerinnen und Künstler mit Ende Oktober ausgelaufen sind, ist am Montag auf Kritik bei Interessensvertretern und SPÖ gestoßen. "Nicht nur die Corona-Neuinfektionszahlen haben ein erschreckendes Ausmaß angenommen, auch der gleichzeitige Wegfall bisher zentraler Unterstützungsmöglichkeiten für Künstler/innen gibt ein düsteres Zukunftsszenario vor", kritisierte Gerhard Ruiss von der IG Autorinnen Autoren am Montag.

Schließlich könne derzeit beileibe nicht von einem normalen Veranstaltungsbetrieb gesprochen werden. Und dennoch seien nun mehrere der Unterstützungsfonds wie der Überbrückungsfonds der SVS Geschichte, ärgerte sich Ruiss. Dieser sollte wieder aktiviert und überlegt werden, Covid 19-Fonds über die Verwertungsgesellschaften einzurichten.

Auch die SPÖ kritisierte, dass Künstlerinnen und Künstler nun im Unsicheren gelassen würden. "Es ist zwar erfreulich, dass die 60 Mio. Euro aus dem Covid-Krisenbewältigungsfonds ins reguläre Kultur-Budget übernommen werden, aber es fehlt die Finanzierung künftiger Corona-Hilfsmaßnahmen", kritisierte SPÖ-Kultursprecherin Gabriele Heinisch-Hosek in einer Aussendung.

Angesichts dieser Unsicherheit sei es für die Einrichtung nicht möglich vorauszuplanen, selbst wenn es 2022 wieder Unterstützung geben sollte. "Wir kommen ins 3. Corona-Jahr und die Regierung ist noch immer bzw. schon wieder im Blindflug unterwegs", so die SPÖ-Politikerin. Dabei sei angesichts schwacher Auslastungszahlen jetzt schon klar, dass es für Kunst und Kultur noch länger keine Normalität geben werde.

Passend dazu lädt am morgigen Dienstag (9. November) der SPÖ-Parlamentsklub gemeinsam mit der Österreichischen Gesellschaft für Kulturpolitik ins Kaffee Alt Wien zu einer Veranstaltung unter dem Titel "Kunst, Kultur und Demokratie - Aktuelle Herausforderungen und Perspektiven". Als Diskutantin ist neben Heinisch-Hosek Autorin Julya Rabinowich geladen.(apa)