Die Corona-Pandemie hat auch die langfristige Planung für Europas Kulturhauptstädte durcheinandergewirbelt. Eigentlich stand bereits fest, wer bis ins Jahr 2026 den Ehrentitel tragen darf; alljährlich sind dies üblicherweise zwei Orte. Wegen des Virus hat Europa 2022 aber gleich drei Kulturhauptstädte.

Im Vorjahr feierte sich aufgrund der Pandemie gar keine Gemeinde Europas als Kulturhauptstadt, stattdessen wurden die Regentschaften des irischen Galway und der kroatischen Stadt Rijeka in das Jahr 2021 hinein verlängert. Die für das Vorjahr vorgesehenen Metropolen Timișoara in Rumänien und Eleusis in Griechenland dürften nun 2023 zum Zug kommen, das serbische Novi Sad dagegen ist auf heuer verschoben worden. Den Ehrentitel tragen in diesem Jahr außerdem das luxemburgische Esch und das litauische Kaunas. Damit regieren die jeweils zweitgrößten Städte ihres Landes im Triumvirat. Im Jahr 2024 findet sich bekanntlich auch der österreichische Kurort Bad Ischl unter den Kulturhauptstädten und rüstet sich bereits auf die Feierlichkeiten zu. (apa, red)