Stadt und Land Salzburg begeben sich auf Nabelschau: Das gemeinsame Salzburg Museum in der Altstadt öffnet morgen, Freitag, eine neue Dauerausstellung, die sich mit Geschichte und Geschichten aus Stadt und Land beschäftigt. Beim Blick auf die eigene Historie werden natürlich auch jene Bereiche ausführlich aufgegriffen, derentwegen Salzburgs Bedeutung über die einer Provinzstadt wachsen konnte: Weltkulturerbe, Mozart und Festspiele.

Die "Geschichtsstunde" geht in frühe Epochen zurück, wendet sich aber auch ganz aktuellen Themen wie dem Klimawandel zu: Mit dem Sonnblick-Observatorium verfügt Salzburg über eine weltweit anerkannte Forschungsstation für Klima- und Umweltforschung, der ein eigener Raum gewidmet ist. Neben Mozart kommen auch andere große Söhne des Landes zu Wort, etwa Thomas Bernhard mit seiner speziellen Beziehung zu Salzburg oder der Architekt Gerhard Garstenauer.

Entführt werden die Besucher aber nicht nur in die sogenannte Hochkultur, sondern auch in das Brauchtum. Der Lungauer Samson darf dabei genauso wenig fehlen wie das Aperschnalzen oder der Dürnberger Schwerttanz. Den Abschluss der Ausstellung bildet ein Film von Mella Blazovich und Stefan Aglassinger über Menschen und ihre Blicke auf Salzburg. Dazu wurden im gesamten Bundesland historische Privataufnahmen zusammengesucht. Der Film dokumentiert die Alltagskultur aus über 70 Jahren und zeigt persönliche Sichtweisen auf die Kultur- und Zeitgeschichte Salzburgs. (apa)