In den kommenden Wochen haben zahlreiche heimische Institutionen Benefizveranstaltungen für die Menschen in der Ukraine angekündigt. So findet bereits am 8. März im Wiener Stephansdom ein "Konzert für den Frieden" statt, am 28. März lädt der Schauspieler, Regisseur und Theaterleiter Michael Niavarani zu einem Benefizabend in sein Globe Wien ein. Im Wiener Konzerthaus findet am 10. März ebenfalls ein Benefizabend statt. Folgend ein Überblick:

STEPHANSDOM AM 8. MÄRZ

Ein "Konzert für den Frieden" steht am 8. März (20.30 Uhr) im Stephansdom auf dem Programm. "Musik und Kunst verbindet Menschen auf der ganzen Welt und spricht eine Sprache des Friedens, der Liebe, der Verbindung und des Respekts", heißt es in der Ankündigung. Auf Initiative der gebürtigen Ukrainerin Zoryana Kushpler und der gebürtigen St. Petersburgerin Lidia Baich kommen Musiker aus verschiedenen Nationen zusammen, darunter die Sängerin Daniela Fally, Musiker Hubert von Goisern, der Schauspieler Peter Simonischek und der Dirigent Sascha Goetzel. Der Gesamterlös der Ticketverkäufe und Spenden geht an die Caritas.

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WIENER KONZERTHAUS AM 10. MÄRZ

Im Mozart-Saal des Wiener Konzerthauses werden am 10. März um 19.30 Uhr Größen der Wiener Musikszene wie Willi Resetarits, Ernst Molden, Die Strottern, Marie Spaemann oder Sigrid Horn zu einem Konzert zugunsten von Nachbar in Not auftreten. "Das unermesslich große Leid der Menschen in der Ukraine ruft uns zur Solidarität und zur raschen Hilfe auf", so Konzerthaus-Intendant Matthias Naske. Die Einnahmen gehen hier zur Gänze an "Nachbar in Not".

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GLOBE WIEN AM 28. MÄRZ

Für "Nachbar in Not" sammelt auch der Benefizabend im Globe Wien am 28. März um 19.30 Uhr. Gastgeber Michael Niavarani begrüßt dabei Kabarettgrößen wie Viktor Gernot, Gernot Kulis und das Simpl Ensemble. "Unser Haus trägt die 'ganze Welt' im Namen. Die aktuellen kriegerischen Ereignisse und die globale Krise bestürzen uns nicht nur, sondern rufen zu raschem Handeln auf", heißt es in der Ankündigung.

Auch Berliner Kulturszene sammelt für die Opfer

Nicht nur in Wien, auch in Berlin wollen wichtige Kultureinrichtungen Hilfe leisten für die Menschen in und aus der von Russland angegriffenen Ukraine. In der Neuen Nationalgalerie ist für das Wochenende eine Aktion unter dem Motto "Our Space to Help" geplant. Damit rufen Kulturinstitutionen gemeinsam unter Beteiligung der Künstlerin Anne Imhof und des Künstlers Olafur Eliasson zu einer Spendenaktion auf.

Das Museum im berühmten Bau von Ludwig Mies van der Rohe ist von Samstag 12 Uhr durchgehend bis Sonntag 24 Uhr als Mahnwache und Treffpunkt geöffnet. Die große Ausstellungshalle soll als Ort der Hilfe, des Austausches und der Kommunikation dienen. Das Hauptziel sei es, Spenden zu sammeln.

Das Humboldt Forum organisiert am Wochenende gemeinsam mit dem Verein Ukraine-Hilfe und der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal eine Spendenaktion und macht sich zu einem Sammelpunkt für Hilfsgüter. Dort können Sachspenden jeweils von 10 bis 18 Uhr abgeben werden.

Die Deutsche Orchestervereinigung hat indes alle Berufsorchester aufgerufen, das unmittelbar nach Kriegsausbruch in der Ukraine komponierte viereinhalbminütige Werk "Ukraina – den Opfern des Krieges" zu Beginn ihrer Konzerte zu spielen. (apa / dpa)