Stimmengewirr von Arbeitern, die eine Steinwand abtragen; Jahrhunderte später dunkler Rauch, der aus den beiden Türmen der Kathedrale dringt. Drei Jahre nach Ausbruch des Großfeuers in der Pariser Notre-Dame am 15. April 2019 bietet eine interaktive Multimedia-Schau Besuchern eine Reise in die über 850-jährige Geschichte der weltberühmten Kathedrale. Paris ist die erste Europa-Etappe der Hightech-Schau, die ab Mitte Juli in Dresden im Palais im Großen Garten zu sehen ist.

"Notre-Dame de Paris, l'Exposition Augmentée" ist die erste Augmented Reality-Ausstellung, die dem Pariser Wahrzeichen gewidmet ist. Bei dieser Technologie werden virtuelle Bilder durch Texte, Audio- und Videomaterial von Experten ergänzt. Die Schau findet bis zum 17. Juli im Collège des Bernardins statt, einem ehemaligen Zisterzienserkolleg aus dem 13. Jahrhundert, nur wenige Luftmeter von der Notre-Dame entfernt.


Links

Infos zur Ausstellung unter https://www.collegedesbernardins.fr/content/notre-dame-de-paris

wienerzeitung.at ist nicht verantwortlich für die Inhalte externer Internetseiten.

Von der Vergangenheit in die Gegenwart

Mit einem Tablet in der Hand taucht man vor riesigen Fotografien der Kathedrale in die Vergangenheit des Gotteshauses ein – und in die Gegenwart. Denn die Reise führt nicht nur in das Jahr 1180, in dem mit dem Bau des gotischen Chors begonnen wurde und zu jenem tragischen Moment, in dem die Kathedrale in Flammen aufging. Sie lässt den Besucher auch hinter die Kulissen des Wiederaufbaus blicken, der bis zu den Olympischen Sommerspielen 2024 abgeschlossen sein soll. Bis dahin stehen auf der Tournee der Hightech-Schau vier Kontinente auf dem Programm. Ab 25. April wird sie in Washington im National Building Museum gezeigt.

Die interaktive Schau besteht aus 22 Etappen, die kaum eines der historischen Ereignisse auslässt, wie die Revolution im Jahr 1789, bei der die Kathedrale stark verwüstet wurde, und die Kaiserkrönung von Napoleon am 2. Dezember 1804. Eine erste, auf 6 Etappen reduzierte Version wurde zu Beginn der im März zu Ende gegangenen Weltausstellung in Dubai im französischen Pavillon präsentiert. (apa/dpa)