Der burgenländische Architekt Matthias Szauer ist im Alter von 87 Jahren gestorben. Szauer galt als einer der wichtigsten Vertreter des Brutalismus und prägte mit rund 500 verwirklichten Projekten das "Gesicht des Burgenlandes", so Landeshauptmann und Kulturreferent Hans Peter Doskozil (SPÖ), der sich am Dienstagabend in einer Aussendung "tief betroffen" zeigte.

Geboren 1935 in Nikitsch, studierte Szauer später an der Akademie der Bildenden Künste in Wien bei Clemens Holzmeister. Bei Studienaufenthalte in Mexiko und den USA pflegte er auch Kontakte mit den Bauhausarchitekten Walter Gropius und Ludwig Mies van der Rohe. Seit 1972 gehörte Szauer der Künstlergruppe Burgenland an.

"Enorme Verdienste um das Burgenland"

Zu den von ihm verwirklichten Projekten gehörten unter anderem das Kulturzentrum Güssing, das Schul- und Sportzentrum sowie das KUZ in Eisenstadt, das Schwerpunktkrankenhaus Oberwart sowie mehrere Schulbauten. "Matthias Szauer war eine prägende Persönlichkeit der Architektur im Burgenland und über die Grenzen des Landes hinaus. Er hat sich enorme Verdienste um die Architektur und um das Burgenland erworben", so der Landeshauptmann. (apa)