Das Land Burgenland will ab dem kommenden September mehr Musik in die Volksschulen bringen. Alle Zweitklässler bekommen eine eigene Blockflöte, die in den Musikstunden zum Einsatz kommen soll, kündigte Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) am Montag an. Einmal im Monat schauen Lehrende des Musikschulwerks oder Studierende des Joseph Haydn Konservatoriums in Eisenstadt und des Instituts Oberschützen in den Klassen vorbei.

Die Kinder sollen so erste Berührungspunkte mit Musikinstrumenten haben und für das Musizieren - später auch in Musikvereinen - begeistert werden. "Was die Kinder in der Schule lernen, das lernen sie leicht, das lernen sie spielerisch", sagte Doskozil. Mit der Initiative sollen außerdem alle Schüler die Möglichkeit haben, ein Instrument zu lernen - unabhängig davon, "dass die Eltern ein Faible dafür haben, ihre Kinder in die Musikschule zu schicken, und es sollte auch kein finanzieller Aspekt sein", meinte der Landeshauptmann.

Flöten für alle

Gestartet wird im kommenden Schuljahr mit rund 2.700 Zweitklässlern. Auch in den folgenden Jahren sollen immer die zweiten Klassen mit Flöten ausgestattet werden. Die Lehrerinnen und Lehrer werden mit Fortbildungen auf die neue Aufgabe vorbereitet und erhalten Unterstützung von den Musikschulen sowie einer speziellen Lernsoftware, betonte Bildungslandesrätin Daniela Winkler (SPÖ).

Darüber hinaus soll die Zahl der Bläserklassen, die ab der dritten Schulstufe angeboten werden, erhöht werden. Derzeit seien es acht, künftig sollen es in jedem der sieben Bezirke zwei sein. Kinder, die neben dem Musikunterricht in der Schule auch noch die Musikschule besuchen, sollen zusätzlich unterstützt werden. Der Kauf eines Instruments wird für sie mit 25 Prozent, maximal aber mit 300 Euro gefördert, sagte Doskozil. Mit der Initiative würden auch Musikvereine und der Blasmusikverband bei der Nachwuchsarbeit unterstützt, hob Peter Reichstädter, Obmann der Blasmusik Burgenland, hervor. (apa/puc/wim)