Ein runder Tisch in der Wiener Staatsoper hat am Dienstagnachmittag einen Prozess eingeleitet, an dessen Ende einheitliche Standards im Umgang mit Kultursponsoring und Fundraising stehen sollen. "Das Ziel des vom Kulturressort initiierten Prozesses ist es, eine Richtschnur für Kulturbetriebe zu schaffen, wie mit diesem Thema umgegangen werden soll", erklärte Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer (Grüne) in einer Aussendung. Ein Leitfaden soll im Herbst präsentiert werden.

"Es soll um allgemeine Prinzipien und Anforderungen an Prozessabläufe gehen, die letztlich Kultureinrichtungen bei der Suche nach den richtigen Partner:innen unterstützen", wurde Mayer zitiert. Am runden Tisch saßen unter anderem Vertreter der Österreichischen Bundestheater und Bundesmuseen, von Festivals wie den Salzburger- und Bregenzer Festspielen sowie von großen Kulturinstitutionen wie dem Wiener Konzerthaus und dem Leopold-Museum.

Der Prozess gliedere sich in eine derzeit laufende Recherchephase und eine darauffolgende Redaktions- und Konsultationsphase, hieß es in der Aussendung. Für die Redaktionsphase bildete sich bereits ein Team, dem unter anderem Bundestheater-Holding-Geschäftsführer Christian Kircher und die kaufmännische Direktorin der Tiroler Festspiele, Natascha Müllauer, angehören. (apa)