Österreich ist auf der internationalen Unesco-Liste des Immateriellen Kulturerbes mit zwei weiteren Praktiken vertreten: Mit dem "Wissen um die Lipizzanerzucht" und der "Flößerei" finden sich somit bereits acht heimische Eingänge auf der repräsentativen Auswahl, wie die österreichische Unesco-Vertretung am Donnerstag mitteilte. Das war Ergebnis der Tagung des zwischenstaatlichen Komitees in Rabat, das einmal im Jahr über die Aufnahme nationaler Ausdrucksformen entscheidet.

Für Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer (Grüne) zeige sich somit "eindrucksvoll, wie das Engagement aller Beteiligten einerseits eine wichtige kulturpolitische Funktion erfüllt, aber auch wie die Traditionen durch die Kooperation mit ihren europäischen Partnerinnen und Partnern gestärkt werden. Ich freue mich über die noch größere internationale Sichtbarkeit dieses Kulturerbes, insbesondere auch im Hinblick auf seinen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung." Die Flößerei wurde gemeinsam mit fünf weiteren Ländern eingereicht, die Lipizzanerzucht mit sieben Partnern.

Lipizzaner züchten ist eine uralte Tradition und somit ein schützenswerten Kulturerbe, meint die Unesco. 
- © apa / expa / Johann Groder

Lipizzaner züchten ist eine uralte Tradition und somit ein schützenswerten Kulturerbe, meint die Unesco.

- © apa / expa / Johann Groder

Das Immaterielle Kulturerbe umfasst lebendige Praktiken aus Bereichen wie Tanz, Theater, Musik, Naturwissen oder Handwerkstechniken. Ziel sei, "dieses Kulturerbe zu dokumentieren, nationales und internationales Bewusstsein für ihre Bedeutung zu schaffen und es letztlich auch zu schützen". Österreich ist auf der internationalen Auswahl neben den beiden Neuzugängen noch mit der Falknerei, dem Imster Schemenlauf, der "Hohen Schule der klassischen Reitkunst der Spanischen Hofreitschule", dem Wissen im Umfang mit Lawinengefahr, dem Blaudruck sowie der Transhumanz (Alm- und Weidebewirtschaftung) vertreten. (apa/cig/har)