"Dieser Grundstein ist in Wahrheit ein Meilenstein für den Weg in die Zukunft", kommentierte Landeshauptmann Erwin Pröll (V) letzten Freitag den Festakt für den Bau des NÖ Landesmuseums in St. Pölten. Eröffnet werden soll das letzte große Bauwerk im Kulturbezirk, von Pröll "Herzstück" genannt, am Landesfeiertag am 15. November 2002. Für die Planung verantwortlich zeichnete Architekt Hans Hollein, Koordinator des Kulturbezirks.

Gemeinsam mit der Schallaburg und der Kunsthalle Krems bildet das NÖ Landesmuseum ein "Dreieck", das zu einem "Kultur-Magneten" werde.

Stararchitekt Hollein – das Landesmuseum ist die erste Realisierung eines von ihm geplanten Museumsbaus in Österreich – bezeichnete den Bau des Landesmuseums als "Tüpferl am i", das Hauptstadtprojekt gehe damit rechtzeitig zum 100-Jahr-Jubiläum des NÖ Landesmusems ins Finale.

"Es wird extravagant sowohl in Form als auch in Inhalt sein", betonte Pröll die Linie Holleins. Im Museum werden zusätzlich die Landesgalerie, das Museumslabor und die Landeskunde untergebracht. Der größte Raum wird der Naturkunde gewidmet. Die freie Fläche wird mit einem 3.000 m² großen Park ergänzt. Das Museum soll ebenfalls als "Schatztruhe der Vergangenheit" gelten.

Das Gebäude nahe der Shedhalle hat eine bebaute Fläche von 3.100 m², die innere Nutzfläche beträgt 4.700 m². Mit dem Bau wurde Anfang September begonnen. Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf 408 Mill. Schilling